Der Lenormand-Tarot

lenta2Mit den traditionellen Lenormand-Karten hat dieses Deck nicht viel zu tun, denn es handelt sich in erster Linie um ein Tarot, das lediglich das Flair der Lenormandkarten einfängt und thematisiert. Für Verwirrung hat es bislang trotzdem ständig gesorgt, denn explizit Laien verwechseln traditionelle Wahrsagekarten sehr häufig mit dem Tarot. Das tut jedoch der Beliebtheit dieser Karten keinen Abbruch, ganz im Gegenteil – für viele ist es sogar erfreulich, ein Deck zu finden, dass  (zumindest auf dem ersten Blick) beide Kartendecks “vereint”.

Für mich persönlich ist dieses Lenormand-Tarot nicht nur aufgrund seines ästhetischen Anspruchs sehr reizvoll, sondern inhaltlich sehr interessant und aufschlussreich: Keines der einzelnen Bilder auf den Karten steht nur für sich alleine, vielmehr scheinen sich Szenen und Personen sehr häufig zu wiederholen. Die erste “Story” innerhalb der 78 Lenormand-Tarotkarten findet sich beispielsweise hier, es handelt sich hier um die Geschichte zweier Liebender, die sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden kann:

Lenormandtarot1

Bei einer weiteren Person, die mehrmals in diesem Deck auftaucht, handelt es sich offensichtlich um eine eher tragische Figur, die den drakonischen Strafmaßnahmen während der Zeit der französischen Revolution zum Opfer fiel:

LenormandTarot2

Fazit:  Es handelt sich hier um ein Tarot-Kartendeck, das sich nicht an die überlieferten Sinnbilder und Illustrationen hält, dem Kartenleger aber dafür mehr Raum für eigene Assoziationen lässt – und dies auch erfordert. Sehr empfehlenswert.

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