Sind Sie eine Schwertkönigin?

schwerkoenigin-1Die Königin der Schwerter – jene Herrscherin über das Reich, dem das Luftelement  zugeordnet wird – polarisiert: Wird sie in sehr alten Tarotbüchern noch als „hochanständig“ bezeichnet, sagt man ihr heute Kühle und Reserviertheit nach. Eteilla und auch noch Frank Glahn brachten die Königin der Schwerter mit „Witwenschaft“ in Verbindung, also mit einer Frau, die für damalige Verhältnisse einsam, vielleicht sogar vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war. Diese eigenwillige Interpretation scheint für heutige Verhältnisse eher befremdlich, ebenso sehr einseitig und engstirnig. Doch sowohl die eine als auch die andere Betrachtungsweise hat ihre Berechtigung, es ist nur wichtig, sie neutral und kulturunabhängig zu betrachten. [Continue Reading…]

Die Struktur des Tarots

Struktur-des-TarotsDie Struktur des Tarots ist leicht zu erfassen: Ein Kartendeck besteht in der Regel aus 78 Karten. Diese setzen sich zusammen aus 22 sogenannten „Großen Arkana“ sowie den 56 „Kleinen Arkana“. Die Kleinen Arkana lassen sich wiederum aufteilen in 40 Zahlenkakrten sowie 16 Hofkarten und gleichen somit in Stuktur und Aufbau den herkömmlichen Spielkarten. Schwieriger und teilweise auch für Kontroversen sorgend ist viel mehr die Tatsache, dass den Großen Arkana teilweise mehr Gewichtung beigemssen wird als den restlichen Karten.

Unklar blieb bislang aber auch die Frage, ob die Großen Arkana irgendwann einem Kartendeck hinzugefügt wurden und daraus der Tarot entstand – oder ob sie schon immer vorhanden waren, doch teilweise aus den Kartendecks entnommen wurden, woraus sich die heutigen Spielkarten gebildet haben. Diese Unklarheit resultiert aus dem Umstand, dass die Geschichte und Herkunft des Tarots leider noch im Dunkeln liegt. Dass man im Mittelalter den Spielkarten so genannte „Tugendkarten“ hinzufügte, um das kartenspielende Volk gleichzeitig an die guten Vorsätze zu erinnern, gab auch schon Anlaß zur Vermutung, dass es sich bei den Großen Arkana um absichtlos geschaffene Karten handeln könnte.
Doch meine persönliche Beschäftigung mit Archetypen und alten Weisheiten (wie beispielsweise dem Mayakalender) hat mich gelehrt, dass es sich bei den Großen Arkana um ein uraltes Weisheitsystem mit archetypischen Hintergründen handelt. Ob man nun den Großen Arkana nun mehr Gewicht beimißt als allen anderen Karten im Tarot (wie es so manche Kartenleger tun), ist Ansichtssache. Doch abgesehen von der Gewichtung unterscheiden sich die Karten in der Symbolik uns sprechen auf diese Art und Weise unser Unbewusstes an:

1. Die Großen Arkana – unsere Urerfahrungen
Ihre Bezeichnung leitet sich aus dem lateinischen „arcanum“ ab und bedeutet „Geheimnis“. Wie bereits erwähnt, handelt sich es sich bei den Großen Arkana um archetypische Bilder, was bedeutet, dass sie Urerfahrungen des Menschen widerspiegeln. So wird der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, dem der Fragende offen und neugierig gegenübersteht, häufig durch die Karte „0 Der Narr“ versinnbildlicht.Tiefe Einschnitte oder Abschiede werden durch Karten wie „XIII Der Tod“ oder „XVI Der Turm“ angezeigt. Erfolgreich gemeisterte Situationen, aber auch Selbstsicherheit werden beispielsweise durch die Karte „I Der Magier“ gekennzeichnet.

2. Die Kleinen Arkana- die inneren und äußeren Kräfte
Sie verkörpern in der Regel Kräfte, die entweder im Fragenden oder in seinem Umfeld wirken. So kündigt beispielsweise die Karte „6 der Stäbe“ einen kleinen Erfolg, positive Nachrichten oder Erfolg an, während die „10 der Schwerter“ auf einen wilkürlich und abrupten Abruch hinweisen können. Asse kennzeichnen Chancen, die im Außen vorhanden sind, doch vom Fragenden wahrgenommen werden müssen.

3. Die Hofkarten – das Rollenverhalten der Menschen
Die Hofkarten symbolisieren Personen im Umfeld des Fragenden oder den Fragenden selbst. Das Element bzw. die Farbe – Stäbe, Kelche, Schwerter oder Münzen – beschreibt die Eigenschaft dieser Menschen. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Hofkarten nie Personen charakterisieren oder gar Auskunft darüber geben, in welchem Tierkreiszeichen eine Person geboren wurde (wie manche „Wahrsager“ versuchen), sondern beschreiben, wie der Fragesteller oder ander Personen sich in Bezug auf das Fragethema verhalten – eben welche „Rolle“ sie dabei einnehmen.
Die Hofkarten werden leider häufig stiefmütterlich behandelt, weil ihre Rolle in den Kartenbildern häufig sehr schwierig zuzuordnen ist. Doch hat man ihre Funktionen einmal richtig verstanden, sind sie sehr klar und geben tiefe Einblicke in Situationen mit den involvierten Menschen.

Es spricht nichts dagegen, den Tarot nur mit einem Teil der oben genannten Karten zu befragen oder die Karten in diese Gruppen aufzuteilen: Die Großen Arkana für grundlegende Erfahrungen, die kleinen Arkana für Alltagsereignisse oder -erfahrungen und die Hofkarten, um mehr über das „Who is Who“ im Tarot in Erfahrung zu bringen. Viel Spaß damit!

Karten: „Der Gehängte“ und „2 der Schwerter“ aus dem „Prager Tarot“ („Tarot of Prague“) von Karen Mahoney und Alexandr Ukolov. Mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt-Urania.com/with kind permission by Königsfurt-Urania.com

Mein Name ist Pik Dame…

qs… und ich werde auch gerne als die „dunkle Dame“ innerhalb der Karten genannt, denn ich lasse mir nicht so gerne – im wahrsten Sinne des Wortes – in die Karten schauen.

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Gedanken zur Karte V „Der Hierophant“

Der-Hierophant1Der „Hierophant“ (V) ist die Folgekarte des „Herrschers“ (IV). Doch während wir beim „Herrscher“ aufgefordert sind, für Struktur und Ordnung zu sorgen, geht es beim „Hierophanten“ darum, die Kontrolle wieder aufzugeben und sich dem Sinn des Lebens zu zuzuwenden. [Continue Reading…]

Königin der Schwerter

Cosmic-KoeniginSchwerter

Rette dich nicht

Bleib nicht reglos am Wegrand stehen
gefrier deine Freude nicht ein
liebe nicht lustlos
Rette dich nicht

Nicht jetzt und nie
Rette dich nicht
beruhige dich nicht

Behalt von der Welt
nicht nur einen stillen Winkel

Senk nicht die Lieder
schwer wie Urteilssprüche

Bleib nicht lippenlos
Schlaf nicht traumlos

Glaub dich nicht blutlos
Wähn dich nicht zeitlos

Aber wenn es trotzdem sein muß

Und du deine Freude einfrierst
und lustlos liebst
dich rettest und beruhigst
und von der Welt
nur einen stillen Winkel behältst

Und die Lider senkst
schwer wie Urteilssprüche
und lippenlos verdorrst
und traumlos schläfst
und dich blutlos glaubst
und dich zeitlos wähnst

und reglos am Wegrand
stehen bleibst
und dich rettest
dann

Bleib nicht bei mir.

 

Mario Benedetti, Schriftsteller und Dichter aus Uruguay

No te salves

No te quedes inmóvil
al borde del camino
no congeles el júbilo
no quieras con desgana

no te salves ahora
ni nunca
no te salves
no te llenes de calma

no te llenes de calma
no reserves del mundo
sólo un rincón tranquilo

no dejes caer los párpados
pesados como juicios

no te quedes sin labios
no te duermas sin sueño
no te pienses sin sangre
no te juzgues sin tiempo

pero si
pese a todo
no puedes evitarlo
y congelas el júbilo
y quieres con desgana
y te salvas ahora
y te llenas de calma
y reservas del mundo
sólo un rincón tranquilo
y dejas caer los párpados
pesados como juicios
y te secas sin labios
y te duermes sin sueño
y te piensas sin sangre
y te juzgas sin tiempo
y te quedas inmóvil
al borde del camino
y te salvas
entonces

no te quedes conmigo.
Mario Benedetti, escritor y poeta uruguayo.  

 

Gestatten, mein Name ist…

cosmic-tarot-koenig-muenzen-1… König der Münzen. Manchmal werde ich auch „König der Scheiben“ oder „König der Pentakel“ genannt. Alle drei Namen sind korrekt und sagen im Endeffekt das gleiche über mich aus: Ich bin der König des Erdelements, also des Konkreten und Greifbaren.

Einige behaupten, ich sei konservativ oder gar langweilig. Aber der Schein trügt. In unserer modernen Welt, in der das Materielle immer eine größere Rolle zu spielen scheint, verübe ich gewiss einen Reiz auf andere aus, auch wenn sie es nicht zugeben. Doch ich bin nicht nur der Repräsentant des Geldes und des Wohlstandes, sondern auch der König der Vernunft und der Mäßigung. Wenn einer von den vier Königen vernünftig agiert, dann bin ich es. Ich prüfe die Dinge auf Machbarkeit und Echtheit und in Sachen Pflichtbewusstsein macht mir höchstens der König der Schwerter Konkurrenz. „Wie gewonnen, so zerronnen“ – tja, liebe Leser, solche Sachen sind mir glücklicherweise absolut fremd und fallen in den Bereich zweier meiner Kollegen (Namen will ich jetzt taktvollerweise keine nennen). Zusammenfassend kann man sagen:  Ich kann abschätzen, was sich lohnt oder was überflüssig ist. Ich entsorge das Überflüssige, habe aber auch nichts gegen ein bisschen Luxus.

neuzeit-tarot-koenig-muenzen-1Kein Wunder also, wenn ich der Geschäftsmann schlechthin bin. Für das moderne Business ist keiner so gut geeignet wie ich, deshalb erscheine ich in den Kartenbildern als der Pragmatiker und clevere Kaufmann. Mehr noch: Ich bin schlichtweg der Signifikator für den erfolgreichen Handel! Ich bin der Trader, der Banker, der Börsianer… Und ich weiß schließlich, was es heißt, eine erfolgreiche Ernte einzufahren. Ich gehöre ja auch zum Erdelement und in vielen Kartendecks werde ich auch entsprechend illustriert: Als seriöse Führungspersönlichkeit in einer üppigen, prachtvollen Umgebung. Ich bin der Genießer, was natürlich nicht heißen soll, dass ich auch faul und verschwenderisch bin. So bin ich beispielsweise kein Traumtänzer wie mein Cousin, der König der Kelche. Auch bin ich kein Angeber wie der Stabkönig. Ich zeige mich nur nicht immer gleich und muss auch nicht im Mittelpunkt stehen – ich bin einfach nur geschäftstüchtig und gehe mit den anvertrauten Werten so gut um wie kein anderer.

Doch das ist nicht alles. Ich bin auch der König des Körperkontakts, der Sinnlichkeit…. Hm, deshalb erscheine ich häufig in Legungen, in denen es um Beziehung geht, als der Mann, der bereits gebunden ist – oder als hartnäckiger Verehrer, der entsprechend Ausdauer mit bringt, wenn er eine Frau erobern will. Mal ehrlich: Welche Frau wünscht sich insgeheim nicht diese Qualitäten?  In den modernen Spreads bin ich leider oft nur der Traummann auf dem zweiten Blick: ich bin zuverlässig, treu und stets darauf bedacht, meiner Familie etwas zu bieten. Ich bin nicht der Draufgänger, deshalb liegt mir das Fremdgehen fern. Und wenn ich schon mal ausnahmesweise als One-night-stand auftauche – was nicht allzu oft der Fall ist – , dann nur, weil man mich nicht so schnell vergessen wird. Mag sein, dass ich nicht so ein Softie bin wie der Kelchkönig, weil ich meine Gefühle nicht so schnell zeige. Doch dafür habe ich das Gespür für das Sinnliche und das Langlebige. Ladies, glaubt es mir: der Kelchkönig ist ein Weichei und ein Traumtänzer! Viele sind entzückt, wenn er im Kartenbild erscheint, in dem es um die Liebe geht – zeigt er doch wie kein anderer die Emotionen an, nicht wahr? Aber das heißt noch lange nicht, dass seine Emotionen von Bestand sind. Während der Schwertkönig wie ein Blatt im Wind ist – ziemlich unbeständig und so kühl -, ist der Kelchkönig der Fisch im Wasser, der sich kurz anfassen lässt, aber dann durch die Hände flutschen kann… Dann gute Nacht, denn der Tagtraum wird schnell zum Albtraum. Aber nicht mit mir.

rider-waite-koenig-muenzen-1Was mich ziemlich ärgert: Tarot-Laien behaupten nicht selten, ich hätte nichts mit Spiritualität zu tun, denn schließlich sei ich ja der höchste Repräsentant des Materiellen. Das ist aber schlichtweg nicht wahr!  In einer Zeit, in der die Umwelt geschändet wird und der Sinn für das Natürliche verloren gegangen ist wie noch nie, bin ich der einzige, der einen Sinn für Mutter Erde hat und auch in der reinen Natur so richtig genießen kann. Nun gut, ich gebe zu, dass mein Konkurrent aus dem Satz der Kelche das auch gut kann  – aber ich glaube, er kann es doch nicht ganz so gut wie ich…. Will sagen: Mir obliegt es, ob eine erfolgreiche Ernte eingefahren wird. Ich sorge für die nächsten Monate,  nicht nur für den Augenblick. Und ich bin es, der den Pulsschlag der Erde fühlen kann. Ich bin der Schamane im Wald und auf dem Bauernhof. Im übrigen bin ich auch der einzige, der es schafft, Spirituelles zum Beruf zu machen. Der König der Kelche mag zwar sehr kreativ und verträumt sein, aber häufig fehlt ihm der Realitätssinn oder das Organisationstalent, um das Spirituelle auch wirklich umzusetzen.

Tja, was kann ich noch von mir erzählen? Ach ja, stimmt – auch das Negative soll nicht zu kurz kommen! Ich bin natürlich nicht perfekt, aber wer ist das schon. Also, ich bin keine Sportskanone wie einige meiner Kollegen. Wozu auch?! Ich sehe keinen Sinn darin, einfach spontan von A nach B zu laufen und dann wieder zurück von B nach A. Machen das nicht einfach nur Leute, die sich nicht wohl in ihrer Haut fühlen? Jaja, ich weiß, der König der Stäbe ist dafür zu haben und protzt nicht selten mit seinen Muskeln und dem Waschbrettbauch. Und sein Sohn, der Ritter der Stäbe, erst recht – meine Güte, ich sag ganz ehrlich: das ist für mich Zeitverschwendung! Aber ich glaube, die haben alle einen Energieüberschuss. Ich investiere jedoch meine Energie in das Sinnvolle. Nach Geschäftsschluss fühlt es sich bei mir an, als würde man den Stecker ziehen und dann ist erst mal genießen angesagt…

medevial-tarot-koenig-muenzen-1Ziemlich fies finde ich es, wenn man mich als primitiv bezeichnet. Manche behaupten, ich würde nur das Vertraute respektieren und wäre nicht in der Lage, über den Tellerrand hinaussehen. Das ist aber schlichtweg nicht wahr! Die Wahrheit hingegen ist, dass ich nichts für Luftnummern übrig habe wie beispielsweise mein entfernter Verwandter, der Schwertkönig. Zugegeben, unsere Familien waren noch nie sonderlich gut aufeinander zu sprechen, dafür sind wir einfach zu verschieden. Die ganze Schwert-Dynastie bewegt sich viel zu sehr in der Welt des Intellektuellen, Theoretischen und Abstrakten – doch wem liegt das schon. Deshalb checke ich die Angelegenheiten erst mal darauf, ob sie auch umzusetzen sind.

Ich habe auch nicht allzu viel Lust auf Romantik und die Dinge, die häufig unter dem Oberbegriff „Kunst“ fallen. Bitte nicht falsch versehen, ich habe durchaus ein Faible für die Kunst und alles Schöne – ich liebe gute Musik, schöne Formen… Doch nicht alles, was als Kunst bezeichnet wird, ist auch wirklich eine. Und deshalb ganz unter uns: Was der König der Kelche so als selbst ernannter Visionär und Künstler abgibt, ist häufig nichts als reine Träumerei. Und dann wundert er sich und schluchzt nachts wie eine Frau in sein Kopfkissen, weil keiner seine Kunstwerke akzeptiert und er sich fühlt wie ein verkanntes Genie! Meine Güte, da bleibe ich doch lieber beim Konkreten – also bei der Kunst, die sich bislang auch bewährt hat.

Was gibt es noch über mich Ehrliches zu berichten? Tja, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich mit der Autorität des Stabkönigs nicht so mithalten kann. Kein anderer wie er versteht es, mal auf den Tisch zu hauen. Er ist eine Autoritätsperson, obwohl er eigentlich nichts Konkretes schafft – das wundert mich ehrlich gesagt immer wieder. Gut, er hat einen Haufen guter Idee – aber umsetzen müssen es immer andere.

Nun hoffe ich, dass ich ein bisschen Licht in meine Persönlichkeit bringen konnte. Es würde mich freuen, wenn ich zumindest bei den Damen in den Beziehungslegungen mehr punkten könnte – selbst wenn ich als derjenige erscheine, der bereits gebunden ist. Denn ich bin der einzige unter den Königen, der anzeigt, dass er sich an die Konventionen hält und sich evtl. bereits verpflichtet hat.

Erste bis dritte Karte: Mit freundlicher Genehmigung von Koenigsfurt-Urania.de

Vierte Karte: Aus dem „Traumzeit Tarot“, mit freundlicher Genehmigung von Stefan Beckhusen.

Wer ist eigentlich… ?

rw-stabkoenig…der König der Stäbe? Willensstark, zielbewusst, entschlussfreudig, dominant – das sind Attribute, mit denen der Stabträger  häufig in Verbindung gebracht wird. Er zählt als der feurige Liebhaber in Beziehungen und nimmt die Chefrolle im Beruf ein.

Tatsache ist aber auch: Sehr häufig erscheint der Stabkönig in Legungen von Frauen, die wissen möchten, wie ihre Beziehung zu einem bestimmten Mann weitergeht (das gilt selbstverständlich auch für gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Männern). Auffallend oft geht es dabei  um Beziehungen, die nicht selten unerfüllt bleiben: Entweder, weil die Bekanntschaft viel versprechend begann, doch der Herzensmann plötzlich kein Interesse mehr zeigt, oder weil sich  eine Liebesbeziehung zu einem bestimmten Menschen plötzlich gewandelt hat.

Der König der Stäbe beschreibt sehr häufig einen temperamentvollen, leidenschaftlichen und häufig auch  freiheitsliebenden Menschen, zumeist einen Mann. Doch es wäre fahrlässig, den Charakter eines Menschen anhand einer oder mehrerer Karten zu beschreiben zu wollen. Hier ist es äußerst wichtig zu unterscheiden: Nicht den Charakter eines Menschen, auch keine Verhaltensmuster oder Gewohnheiten zeigen die Tarotkarten an,  sondern welche Rolle ein Mensch in unserem Leben spielt oder einnimmt. das kann ein großer Unterschied sein! Denn mit der “Rolle”, die der Mensch in unserem Leben einnimmt, ist gemeint, wie wir ihn wahrnehmen und auch wie sich dieser uns gegenüber zeigt – aber das lässt noch lange keine Rückschlüsse auf den wahren Charakter zu.

“Wie steht er zu mir?”  ist in diesem Zusammenhang häufig eine Frage, die sich so oft höre und die sich tatsächlich mit dem Tarot beantworten lässt, ohne dass dabei die Stärken und Schwächen eines ahnungslosen Dritten offenbart werden oder gar ein Persönlichkeitsprofil erstellt wird, wie manche erhoffen. Der Tarot verrät uns wirklich nur, wie jemand zu uns steht – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dieser Fehler wird leider nicht selten begangen, doch hier gilt es, zu unterscheiden: Nicht den Charakter eines Menschen, auch keine Verhaltensmuster oder Gewohnheiten zeigen die Tarotkarten an,  sondern vielmehr, welche Rolle dieser Mensch in unserem Leben spielt.

altitalKoenigStaebeZurück zum König der Stäbe, der häufig durch das Kartenbild geistert, wenn man feststellt, dass der vermeintliche „HM“ (so wird der  „Herzensmann“ neuerdings praktischerweise in den Foren genannt) leider nur bedingt Interesse an der Fragestellerin zeigt, hauptsächlich seine eigenen Interessen zu verfolgen und dabei wenig Rücksicht auf unsere Gefühle zu nehmen scheint. In der Tat: der König der Stäbe ist ein selbstbewusster und unabhängiger Mann. Er braucht seine eigene Dosis an Freiheit – aber dies auf andere Art und Weise als sein Cousin, der König der Schwerter. Denn im Gegensatz zum Schwertkönig, der grundsätzlich ein Quantum an Distanz braucht, sehr rational und vernunftbezogen agiert und für deshalb ein Zuviel an Nähe erdrückend sein kann, kann der König der Stäbe durchaus ein Draufgänger oder heißblütiger Liebhaber sein. Und taucht er in einer Legung auf, dann ist er meist derjenige, der allein die Entscheidungen trifft  und die Person mit dem stärksten Einfluss auf das Fragethema ist, ja von dem mitunter sogar Situationen oder Entwicklungen abhängen. Im Beruf ist das häufig sehr einfach zu interpretieren, denn hier zeigt der König der Stäbe entweder den Chef – also den Vorgesetzten oder irgendeine andere wichtige Person –  an, oder er symbolisiert Freiberufler oder Selbständigen oder einen wichtigen Kunden.

In Fragen nach der Liebe ist es ähnlich: Auch hier ist der König der Stäbe häufig der Boss, unabhängig davon, ob es sich um eine Menschen handelt, zu dem wir eine eher platonische oder eine richtige Beziehung haben: Wir sind als Fragesteller(innen) abhängig von seinen Entscheidungen, mitunter steht oder fällt mit ihm das Fragethema. Das ist der König der Stäbe – zwar reitet er nicht so schnell flüchtig vorbei wie es sein jüngerer und unerwachsener Bruder, der Ritter der Stäbe, doch dafür nimmt er durchaus gerne die Rolle als Wort- oder Anführer ein. Er entscheidet, wo es lang geht. Und das heißt auch, dass es an ihm liegt, ob aus dieser Wunschbeziehung eine richtige Beziehung wird – was zumeist die restlichen Karten verraten.

Gedanken zur Karte „IV Der Herrscher“

Marseiller-IVHerrscher„Des Großen Macht. Fördernd ist Beharrlichkeit…  So tritt der Edle nicht auf Wege, die nicht der Ordnung entsprechen.“  

(Aus dem  I-Ging, Hexagramm Nr. 34 „Des Großen Macht“ ) 

Es mag für viele vielleicht überraschend zu lesen sein, aber: der Herrscher bildet eine Art Abschluss innerhalb der hohen Arkana, auch wenn er erst die vierte Karte ist. Er bildet jedoch eine Art Abschluss, denn er ist das letzte Glied der beiden Elternpaare im Tarot: während die „himmlischen Eltern“ durch „I Magier“ und „II Hohepriesterin“ ausgedrückt werden, repräsentieren „III Herrscherin“ und „VI Herrscher“ die irdischen Eltern.

Die Vier als Zahl der Materie

Der Herrscher trägt die Zahl Vier – die Vier ist die Zahl der Manifestierung und Stabilität. Ebenso ist die Vier das Symbol für unsere sichtbare und materielle Welt schlechthin und sie steht für Raum und Orientierung: Wir kennen die vier Himmelsrichtungen, die vier Jahreszeiten, die vier Elemente usw. Auch im praktischen Leben ist uns die Vier ein Begriff, so ist beispielsweise das Quadrat der Inbegriff der Stabilität. Der Herrscher ist also derjenige, der für Ordnung sorgt und die Struktur schafft, während seine Vorgängerin – die Herrscherin – zunächst für die freien Entfaltungsmöglichkeiten und die Kreativität sorgte.
Das Paar Herrscherin/Herrscher erinnert mich persönlich immer an die Häuserachse 4/10 im Horoskop: auch hier geht es um zwei Lebensbereiche, die beide die Verantwortung und Fürsorge zum Thema haben. Doch während das vierte Haus für die emotionale und nährende Verantwortung sorgt, weist das zehnte Haus auf die (gesellschaftlichen) Ordnungen und Regeln hin und kann in diesem Zusammenhang wie eine strenge, aber  auch schützende und regulierende Hand erscheinen. .

RiderWaite-IVHerrscherÄhnlich verhält es sich auch mit dem Herrscher aus dem Deck von Arthur Waite. Die Karte enthält viel von der Farbe Rot, was auf Willensstärke und Macht hindeutet. Der rote Umhang des Herrschers zeigt somit eine starke Persönlichkeit an, das Orange im Hintergrund weist buchstäblich auf einen lebensnahen und lebensbejahenden „Background“ hin. Auffallend ist die dominante Haltung des Herrschers auf seinem Thron, wobei er beide Beine fest auf den Boden hat und somit einen Bezug zur Materie anzeigt. Das Schuhwerk besteht aus Metall, zeigt eine Art Ritterrüstung, und symbolisiert hiermit Macht, Stärke, Ordnung und Starrheit; die gleichen Schuhe trägt übrigens der Tod auf der Karte XIII, wo ebenfalls angezeigt wird, dass alles einer festen Ordnung unterliegt.

Der Herrscher wird oftmals auch mit dem astrologischen Widder-Prinzip in Verbindung gebracht, welches für Willensstärke steht. So auch im Kartendeck von Arthur Waite. Die beiden Lehnen des Throns sind hier mit Widderköpfen dekoriert. Der Widder entspricht dem Prinzip des Willens und wird auf dieser Karte mehrmals angedeutet, wie z.B. durch das astrologische Widder-Symbol, das sich auf der Spitze des Helmes befindet. Ein weiteres Symbol für die Stärke ist im Zepter des Herrschers zu finden; der Reichsapfel in der anderen Hand zeigt die Herrschaft über die Welt an; beide Utensilien sind Hoheitsinsignien. Die angedeutete Gebirgslandschaft im Hintergrund weist auf Struktur und Manifestation hin.

„Herrschen heißt auch dienen“

Dass Herrschen auch dienen ist, war früher eine Manager-Weisheit, hat aber im Zeitalter des schnellen Stellenwechsels an Bedeutung verloren. Tatsächlich aber steckt das Wort „Herrschen“ in vielen Wörtern, die auch für Disziplin und Dienst am Nächsten stehen können: ‚Sich beherrschen’ bedeutet, nicht nur andere, sondern sich selbst im Griff zu haben. Ähnlich verhält es sich mit der Selbst-Beherrschung, die auch Verzicht anzeigen kann. Dass der Herrscher auf der Karte von Waite nicht nur sein Umfeld im Griff hat, sondern auch die Gesetze achtet und die Verantwortung hierfür übernommen hat, zeigt im Prinzip seine Rüstung, die der eines Kriegers ähnelt. Manche Autoren finden auch in dem weiteren Widderkopf, der auf seiner rechten Schulter als Abzeichen zu finden ist, das Zeichen der geistigen Ordnung. Ebenso soll das Knie des Herrschers eine Art Unterordnung anzeigen: Es ist ein Symbol für das Sich-Beugen, Blau ist die Farbe der Spiritualität und der Demut. Das Gesicht des Herrschers ist nicht unbedingt grimmig – eher wirkt der Ausdruck erfahren. Der lange weiße Bart vermittelt dem Herrscher den Ausdruck von Weisheit und Würde.

Meister-IVHerrscherIn der Kabbala wird der Herrscher oft dem 15. Pfad im jüdischen Lebensbaum zugeordnet. Dieser Pfad steht für die erschaffende Intelligenz. Des Weiteren steht dieser Pfad für den Grundstock der Schöpfung in der Dunkelheit. In diesem Zusammenhang wird der Herrscher manchmal „der Sohn des Morgens“ genannt. Der Herrscher mit seiner Zuordnung zum 15. Pfad verbindet die dynamischen und aktiven Kräfte der Sephirah Chokmah mit der solaren Gegenwart von Tiphareth – und spätestens hier wird klar, dass der Herrscher nicht nur das astrologische Widder- Prinzip verkörpert, wie oftmals propagiert, sondern auch einen gesunden Anteil Erde mit sich bringt.

Die Gesichter des Herrschers

Der Herrscher aus dem Deck von Arthur Waite bildet insofern eine Ausnahme innerhalb der zahlreichen anderen traditionellen Decks, als dass er der erste Herrscher ist, der nicht von der Seite, sondern frontal gezeigt wird. Der Herrscher heißt im Deck von Aleister Crowley „Der Kaiser“ (aus Gründen des Copyrights ist die Karte hier nicht abgebildet). Hier dominiert eindeutig die Farbe Rot, die Stärke und Autorität ausdrückt. Wie im Rider-Waite-Deck weisen die Widderköpfe im Hintergrund auf
Herrschaftsanspruch und Willensstärke hin. Ebenso zeigt sein Zepter (hier ebenfalls mit dem Widder-Symbol ausgestattet) Macht und Führung an. Neu hingegen ist das Schild mit dem zweiköpfigen Adler, das das solare männliche Bewusstsein ausdrückt, sowie das Lamm mit einer Fahne, das hier eine gefügige und demütige Seite des Herrschers ausdrücken soll.

Gedanken zu den 10 der Münzen

altaegyptDie 10 der Münzen verspricht materiellen und ideellen Reichtum und wird deshalb häufig als “positiv” gedeutet. Doch die so genannten „positiven Karten“ sind viel zu facettenreich, um sie auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Was bedeutet die 10 der Münzen genau und was kündigt sie in einer Legung als Endergebnis oder Tendenz an?

Betrachten wir die Karte zunächst aus numerologisch: Die Zahl Zehn symbolisiert Stabilität und Sicherheit. Aus Sicht des Dezimalssystems steht sie für eine Einheit, einen abgeschlossenen Zyklus und somit für die höchste Fülle, die erreicht werden kann. Die Münzen repräsentieren das Element Erde und sind deshalb ein Sinnbild für alles Konkrete und Greifbare. Es ist nicht verwunderlich, wenn diese Karte mit Wohlstand und Sicherheit in Verbindung gebracht wird: In der alten Tarot-Literatur verspricht sie grundsätzlich finanzielle Sicherheit oder gar Reichtum.  Frank Glahn brachte sie beispielsweise ganz konkret mit Haus- und Grundbesitz in Verbindung.

Glahn-10MuenzenHeute hingegen wird der Tarot in erster Linie aus psychologischer Sicht gedeutet. So kennzeichnen die Zehn der Münzen nicht nur materielle Stabilität. Bei  Fragen nach Liebe und Partnerschaft stehen sie nicht nur für eine materiell abgesicherte Beziehung, sondern in erster Linie eine stabile Beziehung, die dem Fragenden emotionale Sicherheit bietet. Bei Berufsfragen steht diese Karte zwar nicht selten für einen guten Verdienst, kann aber auch “nur” einen erfüllenden Job oder eine sichere Position ankündigen. So beschreiben die 10 der Münzen also nicht nur die materielle Sicherheit, sondern Situationen, die den Fragenden auch auf emotionaler Ebene reicher fühlen lassen – sie ist sozusagen die Karte der Bereicherung.

Doch man darf dabei nicht vergessen: Die Zahl Zehn ist die Zahl der höchstmöglichen Fülle; nach der Philosophie des Tarots kann nach der Zehn also nur noch der Abstieg oder die Stagnation folgen. Wie man also mit Reichtum – ob nun materiell oder ideell – umgeht, beschreibt das I Ching wieder mal so treffend, beispielsweise im Hexagramm Nr. 14 “Der Besitz von Großem”:

Großer Besitz besteht nicht allein in der Menge der Güter, die einem zur Verfügung stehen, sondern vor allem in ihrer Beweglichkeit und Verwendbarkeit. Dann mag man sie zu Unternehmungen gebrauchen und bleibt frei von Verlegenheit und Fehlern.

“Leben und leben lassen” ist also auch eine Devise dieser Karte. Das Ansammeln von Besitz und die Sparksamkeit oder gar der Geiz ist in dieser Karte nicht zu finden, sondern wäre vielmehr eine Entsprechung für die 4 der Münzen.

Karten: Aus dem altägyptischen Tarot, mit freundlicher Genehmigung durch Koenigsfurt-Urania.com

Glahn-Tarot (vergriffen) aus privater Sammlung. 

Vier Königinnen – vier Archetypen

Königin1Die vier Könige und Königinnen symbolisieren vier Archetypen von Männern und Frauen, die wir bereits aus der abendländischen Elementelehre kennen. Sie zeigen deshalb mehr als nur andere Personen, die im Zusammenhang mit unserer Frage in unserem Leben auftauchen, sondern sie geben ebenso Auskunft darüber, welche Rolle ein Mensch einnimmt. Je nach Fragehintergrund und Legemethode beschreiben verraten sie uns, mit was wir bei diesen Menschen rechnen können.

Deshalb ist es auch grundsätzlich falsch, die Hofkarten im Tarot auf die astrologischen Tierkreiszeichen oder Planeten zu reduzieren, auch wenn sie die Elemente versinnbildlichen.
Da die Fragen nach der Liebe und Beziehungen die häufigsten sind, soll hier erläutert werden, welche “Rolle” die Königinnen in Partnerschaftsfragen spielen:

Königin der Stäbe:  Sie ist die selbstbewusste, temperamentvolle Frau, die sich nicht nur erobern lässt, sondern gern auch selbst mal die Initiative ergreift. Sie ist die Königin über die Intuition und der Instinkte. Sie entspricht dem Element Feuer und ist dementsprechend schnell zu begeistern. Sie lässt sich weder einengen noch etwas vorschreiben und entspricht deshalb auch dem Archetyp der unabhängigen Frau. Doch anders als die ebenfalls unabhängige Königin der Schwerter ist sie sehr schnell zu erwärmen und zeigt auch ihre Emotionen. Sie ist die Amazone unter den Königinnen. In der Astrologie finden wir sie in der Energie des Asteroiden Vesta wieder.

Königin3Königin der Kelche: Sie regiert über das Reich der Emotionen und der Intuition. In Fragen nach Liebe und Partnerschaft steht sie für die Geliebte, die dem Fragesteller gefühlsmäßig zugetan ist. Darüber hinaus verfügt sie über viel Phantasie und ein Gespür für Kunst. Sie verkörpert das Wasserelement und ist demzufolge keine Kämpferin oder Eroberin, sondern repräsentiert vielmehr nachgiebige und emotionale Menschen, die gelegentich auch launisch sein kann. Auch flüchtet sie gerne in die Welt der Phantasien und Wünsche. Sie ist auch keine rationale Persönlichkeit, sondern lässt sich von Emotionen leiten. In der Astrologie entspricht sie der Göttin Juno.

 

4Schwerter4

Königin der Schwerter:  Sie herrscht über die Welt des Ratio und gehört zur Welt der Gedanken und Theorien. Sie wird dem Element Luft zugeordnet, demzufolge handelt sie durchdacht und vernünftig. Sie ist deshalb selten spontan oder emotional, sondern erscheint häufig  als eher distanziert und kühl. In Fragen nach Beziehung und Partnerschaft erscheint sie häufig deshalb als die schwer erreichbare Frau, die für neue Ideen nur schwer zu erwärmen ist. Doch einmal gebunden, ist sie eine zuverlässige Partnerin, die stets hellwach ist und sich selten von Launen oder persönlichen Empfindungen leiten lässt, sondern bei Problemen klaren Kopf behält. Der entsprechende Asteroid ist Pallas Athene.

Königin5

Königin der Münzen: Sie ist in der Welt der Materie zuhause und gilt demzufolge häufig als ertragsorientiert und materialistisch. Doch sie verkörpert auch noch andere Quaitäten, wie beispielsweise Zuverlässigkeit und Sinnlichkeit.In Fragen nach Liebe und Partnerschaft versinnbildlicht sie Personen, die nur selten zu Höhenflügen neigen – vielmehr handelt es sich hier um Menschen, die ihre Ziele auf Machbarkeit überprüfen, Realitätssinn bewahren und sich dabei auch am Vertrauten halten. Es geht hier also um eine konservative und bewahrende Energie, die sehr hilfreich ist, wenn Geduld und Ausdauer gefragt ist. Diese Personen erscheinen häufig deshalb als verlässlich, konstruktiv und effizient, manchmal aber auch als schwerfällig oder stur. Die dazugehörige Asteroidin ist Ceres.

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