Arthur Edward Waite und sein legendäres Kartendeck

Waite1Was hat es mit den Karten von Arthur Edward Waite  und Pamela Colman Smith (1878-1951) auf sich? Wann entstanden die mittlerweile am meisten verwendeten Tarotkarten und von wem ließen sich beide inspirieren? Hier eine kleine Exkursion… 

Arthur Edward Waite (1857 – 1942) ist Schöpfer der beliebten „Rider-Waite-Karten“, der bis heute populärsten Tarotkarten. Der gebürtige Amerikaner und esoterische Schriftsteller lebte in England, wo er vor seiner Tätigkeit beim Golden Dawn Orden  in der Theosophischen Gesellschaft tätig war. Dort übersetzte er Ende des 19. Jahrhunderts die Werke von Papus und Lévi, was ihn veranlasste, sich näher mit dem Tarot zu beschäftigen. So schloss er sich Ende des 19. Jahrhunderts dem Golden Dawn Orden an.

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Der „Deutsche Tarot“ von Frank Glahn

Glahn1Teilweise unbekannt ist das mittlerweile hoch betagte „Deutsche Tarot“, obwohl dessen Schöpfer Frank Glahn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bekannter und bedeutender Astrologe und Okkultist war. Doch in Tarot- Insiderkreisen ist das Glahn’sche Tarot dafür sehr bekannt und begehrt, wobei es zeitweise zu sehr hohen Sammlerpreisen gehandelt wird.
Über Frank A. Glahn ist leider nicht viel bekannt. Sowohl in der Tarotgeschichte als auch in den verschiedenen historischen Stationen der Astrologie wird er teilweise nicht einmal mehr erwähnt, auch wenn er mit seinen Werken einen beachtenswerten Beitrag leistete.

Glahn2Frank Alan Glahn wurde am 18.01.1865 um 20.56 Uhr abends in Linden (Hannover) geboren. In seiner esoterischen Laufbahn war er zunächst als Adept bei der „Hamburger Schule“ (Astrologie), schuf aber dann später seine eigene astrologische „Glahn-Methode“ – eine Form der Rhythmenlehre, die nicht zuletzt wegen ihrer Komplexität heute nicht mehr gelehrt wird. Er publizierte zahlreiche Werke über Astrologie, Kabbala, Runen, Pendeln und Tarot. Sein erstes Werk erschien 1923 – es handelte sich hier um sein Tarotbuch. Einige Jahre später folgte sein Kartendeck, das „Deutsche Original-Tarot. Kartenspiel zur Zukunftserforschung auf kabbalistisch-astrologischer Grundlage“. Auf die Frage, weshalb ihm die Veröffentlichung eines deutschen Tarots so wichtig war, soll er lapidar geantwortet haben: „Zu einem deutschen Tarotbuch gehören nun mal deutsche Tarotkarten“. Berücksichtigt man das Nationalverständnis der Menschen damals und die Tatsache, dass das Thema ‚Globalisierung’ zu dieser Zeit nicht relevant war, sowie nicht zuletzt den Druck unter dem nationalsozialistischem Regime, dann erscheint diese Haltung auch verständlicher.

Beruflich begann seine Karriere 1891 als Leiter einer Krankenkasse. Ab 1910 war er Fabrikleiter “eines der bedeutendsten Unternehmen der Nahrungsmittelbranche in Hamburg”. Wenn auch nicht viel über diesen Mann bekannt ist, sicher dürfte sein, dass er es Zeit seines Lebens nicht leicht hatte. Laut eigenen Aussagen war der schwärzeste Tag der 15. Februar 1916. An diesem Tag erschoss seine gemütskranke Frau in einer Phase der geistigen Unzurechnungsfähigkeit ihre gemeinsamen 4 Kinder, was bei Frank Glahn selbst eine schwere Krise auslöste.
Glahn starb am 6. Februar 1941. Verschiedener Aussagen zufolge kam er in einem Konzentrationslager ums Leben, nachdem er – ähnlich wie sein Schweizer Kollege Ernst Krafft – sich fatalerweise auf die Nazis eingelassen hatte. Gerüchten zufolge publizierte auch er lobende Deutungen und glänzende Prognosen zum Radixhoroskop des „Führers“. Sein Werk „Jedermanns Astrologie für das deutsche Volk“ erschien 1935.

Das Werk

Glahn3Frank A. Glahn dürfte der einzige Tarotkundige gewesen sein, der versuchte, die Kabbala mit der ägyptischen und der germanischen Mythologie in seinem Kartendeck zu vereinen – wofür er letztendlich auch belächelt wurde oder auf Unverständnis stieß. Glahn war außerdem bekennender Christ. Im Hinblick auf den Tarot war er von der Lehre Papus’ überzeugt und sah den Ursprung der Karten in Ägypten. Das Erscheinen des Deutschen Tarot liegt zeitlich zwischen der Veröffentlichung des legendären Decks von Arthur Waite (1910) und der Entstehung der Karten von Aleister Crowley (1944) – einer Zeit, die für die moderne Tarotwelt von großer Bedeutung ist. Doch das Deck erreichte bei Weitem nicht die Auflage, geschweige denn wurde es zu einem Klassiker, das heute in verbesserter und modernisierter Auflage in den Buchhandlungen ausliegt.

Betrachtet man sich die Karten, dann ahnt man sehr schnell, warum das so sein könnte, denn zugegebenermaßen muten die Karten auf dem ersten Blick etwas eigenartig an: sie sind nicht nur ziemlich klein, auch die Qualität wird dem heutigen Anspruch nicht mehr gerecht, der Karton weich, das Deck sieht fast wie selbst gebastelt aus. Kein Wunder, die jüngste Auflage stammt aus dem Jahre 1958. Stabile, robuste, farbenprächtige oder laminierte Karten konnten sich nur die Verleger von Spielkarten in Millionenauflage leisten. Auch der künstlerische Anspruch ist ein gänzlich anderer als der, den wir gewohnt sind. Das leuchtet ein, da Deutschland damals zu den wirtschaftlich armen Ländern gehörte und sich Glahn eine Künstlerin wie Pamela Colman-Smith oder Lady Frieda Harris schlichtweg nicht leisten konnte.So malte er seine Karten einfach selbst. Die Bilder versah er mit sprechenden Titeln, dabei wurde von ihm berücksichtigt, ob die Karte aufrecht oder auf dem Kopf lag.

Die Karten – Bedeutung gestern und heute

Glahn4Werfen wir einen Blick auf die Karten, die teilweise kindlich und naiv anmuten. Die Karte IX entspricht dem Eremiten. Die „Klugheit“ bzw. der „Prozessgewinn“, der ihr hier dieser Karte zugesprochen wird, entspricht dem heutigen Verständnis von Weisheit und Autonomie. Die umgekehrte Karte kommt in diesem alten Deck weniger gut weg, denn hier wird „Verleumdung, Falschheit, Prozeß“ angekündigt.

 

Glahn5

Verführung und Unfreiheit um 1923: von „Trübsinn“ und „Verderben“ ist bei der Karte XV (trad. Der Teufel) die Rede. In der umgekehrten Position steht sie schlichtweg für den „Schwarzmagier“ oder gar der „Krankheit“ oder dem „Irrsinn“; gemeint ist hier das Verstoßen gegen die eigenen Prinzipien.

 

 

Glahn6Die Ritter werden oftmals als Stimmung, in der etwas geschieht, interpretiert oder als Personen verstanden. Die liebevolle Frühlingsstimmung, die den Ritter der Kelche charakterisiert, interpretierte Frank Glahn als „gewünschte oder unerwartete Ankunft“. Umgekehrt hingegen soll die Karte ihre Schattenthemen durch „Betrug“ bzw. „Spitzbübigkeit“ zum Ausdruck bringen.

 

Glahn7Die hitzige Stimmung und die Konfliktbereitschaft des Stabritters wurde primär auf der Ereignisebene übersetzt: „Militärperson oder Krieg“ sollte diese Karte ankündigen; in der umgekehrten Position ist die feurige Energie des Stabritters offensichtlich gehemmt, Glahn spricht von der „Unentschlossenheit im Handeln“.

 

 

Glahn8Tatendrang, Selbstbestimmtheit und Lebenslust sind Eigenschaften der Königin der Stäbe. Vor über 80 Jahren war es „die Frau, die Anteil an uns nimmt“. In der umgekehrten Position ist sie in ihrem Handlungsspielraum gehemmt – ob es tatsächlich ein Mann ist, der „sie daran verhindert“, wie der Untertitel des Deutschen Tarots verrät, bleibt offen.

 

Glahn9Auch die 2 der Kelche wurden als Synthese und Verbindung auf der emotionalen Ebene verstanden. Auf der ereignisorientierten Ebene sprach man damals wie heute von der „Liebesbande“, während die auf dem Kopf stehende Karte nur „Sehnsucht“ bzw. eine „Erklärung“ ankündigte.

 

 

Determinismus versus Selbsterkenntnis?

Im Hinblick auf die damalige Deutung der Karten sei noch etwas zu dem Thema „Determinismus“ gesagt: in dieser Hinsicht stößt ja die ältere Literatur, so auch die Werke von Glahn, oftmals auf Ablehnung oder gar harsche Kritik. Oftmals wird den Autoren der alten Schule Inkompetenz und fehlendes Verständnis unterstellt – meiner Meinung nach zu Unrecht. Denn:

  1. betrachtet man das damalige Verständnis der Menschen von Schicksal und Freiheit, wird schnell klar, dass sie in vielen Angelegenheiten schlichtweg nicht den Handlungsspielraum hatten, den wir heute kennen. „Selbstverwirklichung“ dürfte ein Thema gewesen sein, was als egoistisch empfunden wurde, ja vielleicht auch noch unbekannt war.
  2. immer wieder stößt man in der älteren Literatur auf Ereignisse, denen sich Menschen fügen mussten: die beiden Weltkriege, eine Inflation, eine Hungersnot… Deshalb ist es nicht erstaunlich, wenn nicht die Fragen nach der Selbsterkenntnis, sondern schlichtweg die Fragen nach dem Überleben im Vordergrund standen. Auch die medizinischen Möglichkeiten waren gänzlich andere. Im Hinblick auf die hohe Kindersterblichkeit nimmt es nicht wunder, wenn Glahn versuchte, die Möglichkeiten und Chancen eines Neugeborenen astrologisch zu untersuchen.
  3. studiert man die alten Texte sehr aufmerksam, dann wird dennoch auch schnell deutlich, dass Glahn den Tarot (und auch die Astrologie) nicht nur als schicksalsgläubige „Wahrsagerei“ verstand, auch wenn die Deutungen oftmals diesen Eindruck erwecken. Im Gegenteil, die vermeintlich deterministischen Interpretationen sind meist als Beispiele zu verstehen – sozusagen als Versuch, die zahlreichen Facetten einer Karte deutlich zu machen. Dass er versuchte, den Tarot als Instrument zu verstehen, welches uns zu freiem Handeln ermuntern soll, wird anhand des nachstehenden Zitats deutlich, das zeitweise für den heutigen Sprachgebrauch etwas merkwürdig und hart klingt, aber doch irgendwo den Punkt trifft:

    „Das Wahrsagen steht tief in der Achtung, es verbleibe da! Dem Urteil liegt die Einsicht zugrunde, dass der Wahrsagung Heischende sich willenlos und tatenlos einem unvermeidlichen Schicksal verfallen däucht und nichts aus deinen Kräften zu schaffen gedenkt. Als Minderwertige erscheinen diese Menschen. […]  Anders der wirkungskräftige Mensch. Was er zu erhalten wünscht, sind Ratschläge für sein Verhalten, sind Einsichten in das Werden, Walten und Wandeln aller Dinge. […] Darin steht der wirkende Mensch und sucht den Ablauf zu ergründen, um danach sein Handeln zu bestimmen.“

Glahn10Mein Resümee ist also: Wir dürfen die Werke unserer Vorfahren nicht als überholt und falsch ansehen, nur weil sie nicht mehr in unsere heutige Weltanschauung passen, sondern sollten sie achten und zu verstehen versuchen. Es ist nicht das Unverständnis unserer Ahnen, das die alte Tarot-Literatur uns heute in einem anderen Licht erscheinen lässt, sondern die Qualität der damaligen Zeit, auf die unser Zeitgeist wiederum aufbaut. So lohnt es sich also, sich mit dem mitunter etwas merkwürdigen „Deutschen Tarot“ auseinanderzusetzen, ohne in zu verurteilen.

Dieser Artikel von mir ist auch in der Zeitschrift des Deutschen Tarotverbandes (“Tarot Heute”, Ausgabe 13 – Januar 2007) erschienen.

 

Bilder/Karten:
Bei dem mittlerweile vergriffenen “Deutschen Tarot”, dessen letzte Auflage aus den 1950er Jahre stammt, konnte ich trotz sorgfältiger Recherche keine Hinweise auf Abdruckrechte/Copy in Erfahrung bringen. Falls Besuchern dieser Website irgendetwas diesbezüglich bekannt sein sollte, bin ich um jeden Hinweis dankbar.

Literatur / Karten:
Frank A. Glahn: „Deutsches Original Tarot – Kartenspiel zu Zukunftserforschung auf kabbalistischerastrologischer Grundlage“, Bauer-Verlag, Freiburg. Mittlerweile vergriffene Tarotkarten, teilweise im Antiquariat zu teueren Preisen erhältlich. Ab und zu gibt es aber auch „Glückstreffer“ zu akzeptablen Preisen, wie z.B. bei Privatauktionen.

Frank A. Glahn: „Der Deutsche Tarot“, Bauer-Verlag, Freiburg. Mittlerweile vergriffenes Buch zu den o.g. Karten, jedoch im Gegensatz zum Kartendeck in verschiedenen Antiquariaten jederzeit zu erschwinglichem Preis

 

Lady Harris und die Korrespondenz mit Crowley, Teil I

crowley-harris2Über Aleister Crowley ist nicht viel Gutes überliefert. Kein einfacher Charakter soll er gewesen sein und ein „Enfant Terrible“, das nicht nur das viktorianische Zeitalter zu provozieren wusste, sondern selbst unsere tabulose Nachwelt immer noch in Aufregung versetzt. Obendrein, so die Überlieferung, soll er auch noch heroinabhängig gewesen sein.
Selbst jene, die in ihm keinen Provokateur oder Satanisten sehen, haben in erster Linie nur Schlechtes über ihn zu berichten. So ist selbst im Vorwort seines eigenen Buches „Toth“ ausschließlich von einem äußerst schwierigen Menschen die Rede, unter dem auch Lady Frieda Harris, der Künstlerin seiner legendären Karten, gelitten haben soll. So wird sie mit den Worten zitiert, dass sie „ständig damit beschäftigt sei, den Verdacht zu zerstreuen, dass Sie, Aleister Crowley, entweder versuchen, die Öffentlichkeit auf den Arm zu nehmen oder sie mit einer neuen gefährlichen Weltanschauung zu vergiften“ (aus: Vorwort aus dem „Buch Thoth“ von Aleister Crowley). Und auf dem deutschen Wikipedia heißt es gar: „(…) die Briefe belegen, dass Frieda Harris sich angemessen von Crowley distanzieren konnte, so dass sie zu den wenigen Menschen gehörte, denen die Freundschaft mit Crowley nicht geschadet hat“. Tatsächlich belegen die Briefe aber etwas anders als ein distanziertes Verhältnis.

crowley-harrisWir wähnen uns in einem toleranten und aufgeklärten Zeitalter, in dem Verbrecher nicht bestraft, sondern resozialisiert werden.
Für Fehlverhalten findet man meist Ursachen in der Kindheit. Doch wenn es um erklärte Feindbilder geht, dann scheint es wiederum kein Pardon für jene zu geben, die irgendwie gegen den Mainstream schwimmen – vielleicht ist das ein Naturgesetz. Eigentlich ist es überflüssig zu sagen, dass kein Mensch der Erde ausschließlich schlecht ist, so wie es kaum jemanden geben dürfte, der nur gut ist. Und so ist es auch gut, dass selbst die größten Außenseiter oder Sündenböcke trotz allem Menschen an ihrer Seite haben, die sie bis zum Tode schätzen oder lieben, so auch Crowley. Doch abgesehen davon, belegt die überlieferte Korrespondenz, dass das Verhältnis zwischen Harris und Crowley problemloser verlief als bisher angenommen. Und dass Lady Harris Crowley gelegentlich in die Schranken zu verweisen wusste (besonders wenn es um die Finanzen ging). Die Kopien der Originalbriefe beschreiben nämlich sowohl Harris als auch Crowley als spirituell ernsthaft Suchende, die befreundet waren und einen warmherzigen, lockeren Umgang pflegten. Lady Harris bringt in den Briefen mehrmals zum Ausdruck, wie sehr sie Crowley als Lehrer schätzt. Crowley hingegen motiviert und ermutigt sie in schwierigen Zeiten, rät ihr, weniger Selbstzweifel zu haben und schlägt ihr vor, sie in das hermetische Wissen einzuweihen  – keine Selbstverständlichkeit in einer  Zeit, in der man Frauen das Recht auf Wissen und Bildung meist absprach.

harris-clip1Mit Grüßen wie „ever yours“ oder „yours in admiration“ schließt Harris ihre Briefe an Crowley fast immer ab. Was Crowley anbelangt, liegen wesentlich weniger Briefe vor als von Harris, doch seine Korrespondenz skizziert auch ein anderes Bild von ihm als das wir heute kennen: So beendete er seine Briefe nicht mit dem berühmt-berüchtigten “Do what thou wilt shall be the whole of the Law” („Dein Wille ist Gesetz“), sondern mit den Worten „Love ist the law, love under will“ („Liebe ist das Gesetz, Liebe unter dem Willen). Auch der Brief, den Lady Harris nach Crowley’s Tod am 7. Dezember 1947 an Frederic Mellinger schrieb, zeugt von einem innigen Verhältnis zu Crowley. So schreibt sie, dass Sie Crowley „furchbar vermissen“ werde und erwähnt in diesem Zusammenhang von einem „unersetzlichen Verlust“. Die Tatsache, dass Crowley Harris als seine Nachlassverwalterin bestimmte, spricht ebenso für eine vorhandene Vertrauensbasis.

Lady Frieda Harris traf Crowley erstmals im Jahr 1937.  Ein Jahr später trat Harris dem “Ordo Templis Orientis” (O.T.O.) bei und arbeitete mit ihm zusammen. Die Karten entstanden zwischen 1939 und 1944 unter Crowley’s Anleitung. Vom O.T.O. wurden die Briefe zwischen Crowley und Harris veröffentlicht, die von mir hiermit übersetzen Textpassagen sollen das „wahre“ Verhältnis zwischen dem Enfant Terrible und der Politikersfrau und Künstlerin belegen – oder dem Leser zumindest ermöglichen, sich eine eigene Meinung jenseits von Wikipedia, Mainstream-Medien und Überlieferung zu bilden. So schreibt Lady Frieda Harris am 10. Mai 1939 an Crowley:

Lieber Aleister,

Ihre Sekretärin hat vergessen, mir die Briefe, die Sie mir geschrieben haben, zu senden. Sie hat mich gestern angerufen, um sie mir vorzulesen. Es tut mir ebenso leid, dass ich Ihnen hiermit frank und frei antworten muss, denn ich schätze unsere Freundschaft und Ihre Unterweisungen sehr, doch diese wird durch Ihre ständigen Versuche, mich als Ihre finanzieller Unterstützerin zu gebrauchen, vollkommen zerstört. Ich habe Ihnen schon mehrmals gesagt, dass ich selbst nur ein wöchentliches Taschengeld zur Verfügung habe und ich Ihnen davon alles gegeben habe, was ich ansparen konnte.

Wenn Sie den Tarot als ein Mittel betrachten, um an Geld zu kommen, und meine Position hierfür gebrauchen möchten – dann tut es mir leid, aber ich bin nicht das geeignete Mittel für eine solch ein Vorhaben, da ich anonym bleiben und keine Aufmerksamkeit erregen möchte, wenn die Karten der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Ihre Bücher sind wunderbar, aber Sie dürfen nicht erwarten, dass die lesende und materialistische Welt sie kauft, da sie nicht nachdenken möchte und ….

Das Ende des Briefes fehlt, möglicherweise fehlt hier eine Kopie aus der Sammlung. (Fortsetzung folgt in Kürze).

Hier noch ein Artikel über Crowley aus “Welt online”: Die darin aufgestellten Behauptungen sind bislang nicht bekannt, geschweige denn nachgewiesen. Hajo Banzhaf erklärte seinerseits mir, dass das Gespräch mit dem Journalisten in diesem Interview gänzlich anders abgelaufen war und dass er komplett aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wurde. Auch der von ihm schriftliche Stellungnahme zu dem Artikel, den er der Redaktion sendete, wurde zwar veröffentlicht, aber entsprechend gekürzt und sinnentstellt.  Um wem genau es sich bei den (häufig selbst ernannten) “Sektenexperten” handelt, ist – wie so häufig – natürlich auch nicht bekannt, aber man kann davon ausgehen, dass es sich um Kirchenvertreter handelt: Welt-Online: So macht man einen Satanisten sympathisch.

Lady Harris und die Korrespondenz mit Crowley, Teil II

Harris-300x200Ein Brief von Lady Frieda Harris datiert auf Montag, den 18. September 1939. In diesem Schreiben teilt sie Crowley mit, dass die 10 der Schwerter fertiggestellt worden sind und bittet ihn, sich nach Rahmen für die Bilder zu erkundigen. Aus dem Schreiben geht auch hervor, dass Crowleys Wissen komplex und seine Erklärungen schwierig sind; Harris’ Anmerkung am Ende des Briefes, sie sei “nur unterdurchschnittlich intelligent” dürfte in diesem Zusammenhang ironisch gemeint sein.

Lieber Aleister,

vielleicht möchten Sie zu Le Chatier Sarve in die St.-James-Street gehen und dort nachfragen, ob man dort meine Zeichnungen auf die gleiche Weise wie das Ihnen vorliegende Muster mit einem Passepartout versehen lassen kann. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, könnten Sie auch eines mitnehmen. Fragen Sie auch bitte nach dem Preis. Ich habe an Green & Stone gedacht, doch die haben im Moment keine guten Mitarbeiter und sind deshalb nicht vertrauenswürdig. Es gab einen sehr guten Mann auf der linken Seite abwärts der Pelham Street, ein kleiner Laden mit ein paar aufgehängten Rahmen, und sollte es diesen noch geben, dann war das der Laden, der sehr gute und nicht allzu teure Rahmen- und Passepartoutarbeiten für Nick erledigt hat, doch ich habe den Namen vergessen. Die Rowley Gallery in der Church Street / Notting Hill Gate könnte die Arbeit auch machen, aber dort sind sie sehr pingelig und eigensinnig. Mir ist es besonders wichtig, dass die Zeichnungen mit einem nicht-brennbarem Talk abgedeckt werden, wofür der verstorbene Mitarbeiter bei Gates bekannt war. Vielleicht könnten Sie Blow-Bubbles dazu bewegen zu verraten, wie das Mittel genannt wurde.

Ich finde  die Namen der Karten im Inhaltsverzeichnis, das sie an alle versandt haben, unklar. Tatsächlich hat es mich Stunden gekostet, sie zu sortieren und herauszufinden, welche was bedeuten. Sie sind viel zu reißerisch und ich bevorzuge die alten Namen, Sie nicht? Ich hasse all diese geschwollenen Worte und habe das Gefühl, bei Taliesin *) gelandet zu sein.

Wie soll ich die Einfassung bedrucken lassen? Ich möchte nämlich nichts verkehrt machen, die Arbeit ist sehr mühsam.

Ich habe die 10 der Schwerter fertiggestellt und prompt entsendet Russland die Armee.**)  Auf was steuern wir nur zu. Sie haben mir die Hinweise zum Narren nicht geschickt. Haben Sie es be-merkt? ***)

Haben Sie gesehen, dass alle Sephirots im Index falsch geschrieben sind, fast alle – es wäre ein furchtbares Ärgernis, wenn sie so gedruckt werden würden. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass Sie Tzaddi – Den Herrscher deutlich ausgeführt haben. Haben Sie keine schematische Darstellung? Ich habe Ihr Buch Ann Christie an den Abenden vorgelesen und obwohl sie sehr interessiert ist, konnte sie Ihr Buch nicht verstehen, und ich bin mir nicht sicher, ob ich es am Ende auch werde. Es wird um den Punkt gehen, welches Argument das beste ist. Gibt es einen bestimmten Grund für die beiden Schlaufen, außer der Geheimhaltung? Sicherlich! Und wenn nicht, warum nicht die Schlaufe lösen und den Herrscher mit der 17 oder IV oder 4 oder 17 nummerieren, wie den Stern, ebenso die Stärke XI und die Ausgleichung VIII. Ich rechne damit, dass ich noch sämtliche falsch habe, und sollte das der Fall sein, dann müssen Sie deutlicher in Ihren Ausführungen sein sein, denn ich bin nur unterdurchschnittliche intelligent.

Á bientôt,

Frieda Harris

P.S: Aufgrund des Benzinverbots kann ich nicht Fox besuchen, und  auch er kann nicht kommen und mich sehen. Und wer ist Miss…?  Ich versuche mal eine graphische Darstellung, vielleicht können Sie eine grobe Schätzung vornehmen:

[         ….Zeichnung…         ]

Und ich glaube, wir können die 4 + 17 auf einem Schwenkarm drehen. Ziemlich lustig die Vorstellung, dass auch die Sonne den Zodiak rundherum abgebildet haben könnte.

*)  Taliesin:  war ein historischer Barde, der Werke in walisisch verfasste.

**) Es ist offensichtich, dass hier der Einmarsch der russischen Armee in Ostpolen am 17. September 1939 gemeint ist.

***) “be-merkt”: im Original schrieb Lady Harris: “Did you no-tice?”, also “notice” getrennt und ich konnte nicht in Erfahrung bringen, auf was sie hier anspielen möchte.

„Ich habe auch nicht mehr als ein wöchentliches Taschengeld“ (Lady Harris und die Korrespondenz mit Crowey, Teil III).

Harris41… waren Worte von Lady Frieda Harris, die sie in einem Brief an Aleister Crowley richtete und ihn in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass nicht mehr Geld von ihr zu erwarten sei. Über das “Enfant terrible” Crowley und sein Tarotwerk gibt es zahlreiche Berichte. Die Frau hingegen, die für die Realisierung seines “Tarot Toth” sorgte, wird oftmals nur namentlich erwähnt. Das mag auch daran liegen, dass die Künstlerin trotz des umfangreichen Tarot-Projekts mit Crowley konsequent auf ihre Anonymität bestand. Hier ein wahrer Bericht über Lady Frieda Harris. 

harris-clip1Lady Frieda Harris wurde als Marguerit Frieda Bloxam 1877 in London als Tochter eines Chirurgen geboren. Durch ihre Heirat mit Sir Percy Harris, Chef der liberalen Partei Englands, wurde sie zu „Lady Harris“. Nach außen sollen Sir und Lady Harris ein sehr widersprüchliches Paar gewesen sein. So war Frieda Harris lebhafter Natur, ging gerne aus und als “Party-Löwin” bekannt, während Sir Percy Harris den typischen Politiker des 19. und 20. Jahrhunderts verkörperte. Weniger überraschend dürfte hingegen die Tatsache sein, dass Crowely sich nicht mit Sir Harris verstand und es demzufolge zu Spekulationen und Gerüchte über eine mögliche Affäre von Lady Harris gab. Was ihr Verhältnis mit Crowley anging, soll jedoch nie über mehr als ein “platonisches Verhältnis” gesprochen worden sein.
Grundsätzlich galt Lady Harris als charakterfeste und willensstarke Persönlichkeit, was ihr mit der Zusammenarbeit mit Crowly sicherlich sehr hilfreich war. Auch war sie bekannt als Individualistin – so soll sie sich im Alter von 61 Jahren die Haare
auffallend rot gefärbt haben, was für die damalige Zeit sehr außergewöhnlich war. Lady Harris war Mitglied des “Co-Masonry”, einer Absplitterung der Freimaurer, in der Frauen im Gegensatz zu den traditionellen “Freemasonry” einen gleichwertigen Status hatten. Sie nutzte dort ihr künstlerisches Talent für ihre esoterischen Tätigkeiten. Unter dem Pseudonym “Jesus Chutney” schrieb sie auch Verse. Aleister Crowley begegnete sie 1937. Zu dieser Zeit war Crowley auf der Suche nach einem talentierten Künstler, mit dem er sein geplantes Tarotprojekt realisieren konnte. Sein “Headhunter” war Clifford Bax, Autor und Herausgeber eines Kunstmagazins. Clifford schlug zunächst zwei Künstler vor, nämlich Meum Stewart und Leslie Blanche, doch sie waren an einer Zusammenarbeit mit Crowley nicht interessiert. So lud er Frieda Harris ein, die ihm vermutlich durch die Verbindung zu Masonry bekannt war.

harris1-11Durch ihre Mitgliedschaft waren Frieda Harris sämtliche Rituale vertraut, doch ihr okkultes Wissen war noch lückenhaft. So wird
auch vermutet, dass es Crowley war, der ihr später nahelegte, die Texte von Rudolf Steiner zu studieren, da diese wichtige Aspekte für das Entwerfen eines Tarotdecks beinhalteten. Irgendwann im Jahre 1937 begann Lady Harris Unterricht bei Oliver Whicher and George Adams zu nehmen, wo sie Stunden in “Projective Geometry base upon the teachings of Steiner und Goethe”“(„Projektive Geometrie nach den Lehren von Steiner und Goethe”) nahm. Harris galt als aufmerksame und ehrgeizige Schülerin. Sie informierte Whicher darüber, dass sie den Plan hatte, geometrische Figuren in den Toth-Tarot, mit dessen Entwürfen sie gerade begonnen hatte, mit einfließen zu lassen. Trotz Whichers Abneigung gegen alle “Crowley’schen” Ideen ermunterte er Lady Harris in ihren Absichten.
Im Jahre 1938 wurde Frieda Harris dann auch “offiziell” zu Crowley’s Anhängerin. Crowley führte sie detaillierter in die verschiedenen Arten der Divination ein. Auch hier zeigte sich Lady Harris sehr diszipliniert und zielstrebig. So soll sie auch auch dem Studium des I Gings – Crowley’s damaliges Lieblingsorakel – entschieden haben. Zeitgleich wurde Frieda Harris Mitglied im Orden “Ordo Templi Orientis” (O.T.O.).

Wie der “Crowley Tarot” entstand

harris-S_MOONZwischen 1939 und 1944 malte Lady Harris unter Anleitung von Crowley den ägyptischen Tarot (“Toth Tarot”) und im Jahre 1941 erschien Crowley’s “Buch Toth” dazu. Es heißt auch, dass Lady Harris den Tarot gar nie richtig gekannt haben soll, was sie auch zugab. Jedenfalls tat dies der Lebendigkeit und Ausdrucksstärke dieser Karten keinen Abbruch. An Crowley schrieb sie: “Warum habe ich nur kein lebendiges Feuer, das diese Schönheiten musikalisch illustrieren könnte. Mit Farbe allein kann ich es nicht schaffen. Wessen ich bedarf, sind nicht Farbkreide, sondern Poesie und Musik und Licht.” (aus: Vorwort aus dem “Buch Toth” von Aleister Crowley).
Lady Harris war nicht nur für Ihren Ehrgeiz bekannt, sondern auch dafür, dass sie sich in Arbeit stürzen konnte. Es heißt außerdem, dass sie die Bedeutungen der einzelnen Karten des Toth Tarots während ihrer Arbeit daran buchstäblich erlebt hat. So wird in diesem Zusammenhang berichtet, dass die aktuellen Ereignisse in ihrem Leben stets das Thema der Karte, an der sie gerade arbeitete, widerspiegelte. So soll sie beispielsweise sämtliche Arten von Verspätungen oder Unfällen erlebt haben, als sie dabei war, die Karten 8 und 9 der Schwerter zu malen.

“Ich habe auch nicht mehr außer ein wöchentliches Taschengeld”

In der Überlieferung heißt es, dass Lady Harris während ihrer Zusammenarbeit mit Crowley ihm ständig Stipendien zukommen ließ, um das Tarotprojekt auch finanziell zu unterstützen. Auch soll sie ihren sozialen Kontakte genutzt haben, um weiterere Förderer zu finden, damit Ausstellungen für die gemalten Karten sowie Kataloge finanziert werden konnten. Doch noch existierende Schriftstücke belegen, dass Lady Harris Crowley zwar unterstützte, dies ihr jedoch nicht einfach so mühelos gelang, crowley3wie es heute häufig dargestellt wird. Dass Lady Harris selbst sehr eingeschränkt war und an die Grenzen der finanziellen und psychischen Belastbarkeit gelangte, geht klar aus einem Brief vom 10. Mai 1939 vor, den sie an Crowley richtete und der  tiefe Einblicke in die damalige finanzielle Abhängigkeit der Frauen gibt: “Ich schätze Ihre Freundschaft und den Unterricht mit ihnen sehr, aber dies alles wird durch Ihre Versuche, mich als Ihr Bank- und Finanzberater zu gebrauchen, stark belastet. Ich habe Sie mehrmals darüber informiert, dass ich selbst nichts habe außer ein wöchentliches Taschengeld. Ich habe Ihnen alles gegeben, was ich entbehren konnte. Wenn Sie damit rechnen, mithilfe des Tarots an Geld zu kommen und hierfür meine Position gebrauchen möchten  – dann tut es mir leid, ich bin nicht geeignet für so eine Unternehmung, da ich anonym bleiben möchte, wenn die Karten veröffentlicht werden.” Sie erwähnte in diesem Zusammenhang auch sinngemäß, dass sie nicht die Absicht hätte, “traurige Berühmtheit” zu erlangen – ob damit der Kontakt mit Crowley oder nur der Tarot gemeint war, geht aus besagtem Schreiben nicht hervor (Quelle: Briefe von Harris an Crowley, die im Original überliefert wurden (über die Korrespondenz mit Crowley wird es später mal einen eigenen Blogeintrag geben).
Dass diese geistigen Anstrengungen sowie der emotionale Druck ihren Tribut forderten, ist nur unschwer nachzuvollziehen. So wird auch berichtet, dass Lady Harris mit der Zeit immer launischer und teilweise auch unberechenbar wurde. Crowley soll davon offensichtlich beunruhigt gewesen sein und schickte sich an, Lady Harris um die Rechte an dem Tarot zu bringen, indem er sich rasch zwei Drittel der Investitionen sicherte. Doch trotz allem wurde Frieda Harris im Vorwort des Buches Toth von Crowley mit Lob und Anerkennung übergossen.

Die Veröffentlichung der Karten

Die Veröffentlichung der Karten fiel teilweise mit dem zweiten Weltkrieg zusammen und brachte einige Probleme mit sich. Das Papier war streng rationiert und Crowley ohnehin ständig knapp bei Kasse. Hinzu kam Aleister Crowley’s zweifelhafter Ruf, der Lady Harris beunruhigte und zu weiteren Spannungen zwischen den Beiden führte. So schrieb sie an Crowley, dass sie damit Harris5-11beschäftigt war, “den Verdacht zu zerstreuen, dass Sie, Aleister Crowley, entweder versuchen, die Öffentlichkeit auf den Arm zu nehmen oder sie mit einer neuen gefährlichen Weltanschauung zu vergiften.” (aus dem Vorwort des “Buch Toth” von Aleister Crowley). Des Weiteren ist überliefert, dass Lady Harris jede erdenkliche Anstrengung unternahm, die Karten bekannt zu machen – trotz des Geldmangels und unter Wahrung ihrer  Anonymität. 1944 gelang auch die Veröffentlichung von Crowley’s “Buch Toth” unter seinem Pseudonym “The Master Therion” mit einer limitierten Auflage von 200 Stück. Da das Buch durch den O.T.O. veröffentlicht wurde, ist anzunehmen, dass dies auf die Initiative von Lady Harris gelang, doch das Kartendeck sollt noch einige Jahre unveröffentlicht bleiben. Als Aleister Crowley 1947 in Hastings (England) starb, war Frieda Harris bei ihm. Sie telegrafierte die Nachricht an den O.T.O., mit dem sie dann auch ihre Arbeit nach Crowley’s Tod fortsetzte. Pläne für die Veröffentlichung der Karten jedoch scheiterten zunächst.  Crowley hatte Lady Harris als seine Testamentsvollstreckerin ernannt – ein Beweis dafür, dass trotz aller Bedenken und Meinungsverschiedenheiten eine Vertrauensbasis bestand. Nach Crowley’s Tod soll Lady Harris in Betracht gezogen haben, die Originalwerke der Karten zu verkaufen, entschloss sich aber dann, die Werke Gerald Yorke zu überlassen, der sie nach London brachte, wo sie heute noch im British Museum of Art ausgestellt sind. Auch bedürfen die Bilder bereits seit geraumer Zeit dringend einer Restaurierung, denn die Materialien, die Lady Harris verwendete, waren aufgrund der Kriegszeit von minderer Qualität.

Lady Frieda Harris starb am 11. Mai in 1962 in Srinagar (Indien).  Die Veröffentlichung des Thoth Tarots durfte also weder Crowley noch sie selbst erleben, denn erst 1969 veröffentlichte der O.T.O.  mit Hilfe des Verlagshauses Llewellyn Publications erstmals eine vollständige Farbausgabe der Karten in einer stattlichen Auflage. 1977 erschien bei Samuel Weiser Inc. und U.S. Games Inc. eine höherwertige Ausgabe. 1987 dann veröffentlichte hier in Deutschland der Urania Verlag mit Hilfe der AGMüller die Karten in der uns heute bekannten Art und Qualität.

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