Frühlingsanfang ~ Ostara

Frühling-2Es ist wieder Frühlingsanfang. Die Sonne (fälschlicherweise oft „Sternzeichen“ genannt) wandert von den Fischen in den Widder. Traditonell stehen die Fische für das Ende, während der Widder den Anfang aller Dinge markiert.  Deshalb galt der 21. März in älteren Kulturen und Mysterienschulen als Neujahrstag.

Die alten Germanen feierten um den 20. März das Fest „Ostara“, das der gleichnamigen Göttin gewidmet war. Ostara wurde als die Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und des Frühlings verehrt. Als Fruchtbarkeitssymbole galten Eier und ein Kaninchen. [Continue Reading…]

Einstimmung auf Halloween

Halloween-8impsHalloween steht wieder vor der Tür und zur Einstimmung möchte ich vorab schon eine Legemethode vorstellen, die sich gut eignet, die Zeitqualität zu hinterfragen.

Doch was bedeutet eigentlich Halloween, jenes Fest, dass sich in unseren Regionen seit geraumer Zeit großer Beliebtheit erfreut? Kritiker meinen heute, es würde sich hier wieder um einen weiteren Trend handeln, der über den großen Teich zu uns geschwappt ist und der dem traditionellen Allerheiligenfest nicht gerecht werden würde. Eigentlich ist das nicht ganz richtig, denn sicher ist, dass sich das Wort „Halloween“ von „All Hallows Eve(ning)“ ableitet und bedeutet so viel wie „der Abend vor Allerheiligen“ bedeutet. Es handelt sich um einen alten Brauch, der von den alten Naturreligionen abstammte – bereits die Kelten feierten vor 2000 Jahren Halloween – und der von der katholischen Kirche übernommen wurde, wie so viele alte heidnische Feste. Mittlerweile gilt als gesichert, dass es Papst Gregor IV war, der im Jahre 837 n. Chr. anordnete, sämtliche heidnische Feste zu „christianisieren“, statt sie gänzlich abzuschaffen.

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Summer Solstice Spread / Legung zur Sommersonnenwende

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Abschied vom Tier / Расклад о домашнем питомце

8971_2Vielen Dank an Tamta aus Litauen, die meinen Beitrag „Legemethode: Abschied vom Tier“ ins Russische übersetzt hat und somit einen konstruktiven Ideenaustausch mit den litauischen und russischen Tarotfreunden ermöglicht. 🙂 <3

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Legesystem „Die neue Bekanntschaft“

LS-NeueBekanntschaftDie so genannten „Liebeslegungen“ sind sehr begehrt, denn die Fragen nach der Liebe dominieren im Geschäft des Kartenlegens. Keine Beziehung gleicht der anderen und deshalb wurde das Legesystem „Die neue Bekanntschaft“ eigens für noch sehr neue, aber (vielleicht) vielversprechende Kontakte entwickelt. Es soll dazu dienen, mehr über die Chancen und versteckten Hintergründe einer Begegnung zu erfahren.

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Legemethode: „Abschied vom Tier“

Barbale1Ein Haustier zu verlieren, kann sehr schmerzhaft sein. Ich habe diese Legemethode entwickelt, als ich von eine meiner Katzen Abschied nehmen musste und den Sinn hinter diesem Verlust verstehen wollte. [Continue Reading…]

Tarot für den Tag

TarotfürdenTagBeim Blättern in der Sammlung meiner alten “Esotera”-Hefte *)bin ich überraschend auf einen alten Artikels meines früheren Freundes Hajo Banzhaf (1949 – 2009) gestoßen. “Tarot für den Tag” heißt dieser Artikel und ich bin froh, ihn gefunden zu haben. Nicht nur dass er von unschätzbarem Wert ist, was Hajos Andenken anbelangt; auch behandelt er ein Thema, das manchmal trivialisiert wird und deshalb häufig die Tarotgemeinde spaltet: Das Ziehen der so genannten “Tageskarte”.

Die Tageskarte als Mittel zur Selbsterfahrung ist besonders unter den Tarot-Einsteigern beliebt, denn mit nur geringen Vorkenntnissen lässt sich mit ihr Verborgenes beleuchten. Statt komplexe Legungen mit vielen Karten zu interpretieren und eine Zusammenfassung auszuarbeiten, braucht sich der Ratsuchende nur auf einen einzige Karte zu konzentrieren. Für Neulinge hat diese Methode noch einen weiteren nützlichen Nebeneffekt: Regelmäßiges Ziehen und Interpretieren lässt den Betroffenen nach und nach mit den Karten vertraut werden – und das sehr oft in einer Weise, wie es die besten Worte und Erklärungen nicht könnten…

Allerdings ist das Ziehen einer Tageskarte auch manchmal umstritten, denn es kommt nicht selten vor, dass sich der Fragesteller in der gezogenen Tageskarten kein bisschen findet oder mit ihr überhaupt nichts anfangen kann. Tarotlehrer weisen dann in der Regel darauf hin, dass es sich bei  jenem Thema, das durch die Tageskarte angezeigt wird,  um latente Kräfte handelt, die vorerst noch im Unbewussten verborgen sind und sich erst Wochen oder gar Monate später in Form von Ereignissen oder Entscheidungen bemerkbar machen. Dies erklärt übrigens auch, warum es nicht selten vorkommt, dass ein und die gleiche Karte über einen längeren Zeitraum als Tageskarte gezogen wird, ohne dass der Betroffene wirklich etwas mit ihr anfangen kann.

Wie so oft war es auch in diesem Artikel wieder Hajo, der für diese Phänomene die richtigen Worte fand. So weist er in diesem Artikel aus dem Jahre 1994 darauf hin, dass die Tageskarte oft fälschlicherweise mit einem wichtigen Tagesereignis in Verbindung gebracht wird. Doch was in Wirklichkeit an jenem Tag wirklich von Belang war, wissen wir oftmals erst viel später. In diesem Zusammenhang gibt er in seinem Artikel auch wichtige Ratschläge:

  1. Es ist zwar in unserer reizüberfluteten Zeit nicht sehr einfach, aber dennoch sehr hilfreich, jeden Abend den Tag Revue passieren zu lassen. Mit der Zeit wird man bewusster zu leben, denn schließlich ist es in erster Linie der Alltag, aus dem unser Leben besteht und aus dem sich Ereignisse zusammenfügen.
  2. Auch sollte man die Entwicklung vermeintlicher “Kleinigkeiten” beobachten, die die Karten augenscheinlich beschreiben, die man aber ohne entsprechenden Hinweis des Tarots nicht beachtet hätte.

Falls einem anfangs 78 Karten als zu viel erscheinen, kann man sich zunächst nur auf die 22 Großen Arkana beschränken (oder aber auch auf die 40 Kleinen Arkana oder 16 Hofkarten – siehe auch Artikel “Wer ist was im Tarot”. Und natürlich ist es auch “erlaubt”, die Einzelkarten für einen bestimmten Zeitabschnitt zu ziehen, beispielsweise für eine Woche oder einen Monat. Auch das Ziehen von Jahreskarten ist möglich, allerdings empfiehlt sich hier auch, die Jahreskarte anhand des Geburtsdatums zu berechnen).

Aber auch weitere “Spielereien” sind erlaubt: So ist es auch möglich, eine Karte aus den Großen Arkana und als Ergänzung eine aus den Kleinen Arkana zu ziehen. Viel Spaß damit!

*) = Es handelt sich hier um eine alte Ausgabe (9/94) der Zeitschrift “Esotera”, die mittlerweile leider nicht mehr existiert. Deshalb war es mir nicht möglich, mich nach dem Copyright und etwaige Abdruckrechte zu erkundigen. Sollten Leser Quellen haben oder sollte die Abbildung der ersten Seite des Artikels gegen irgendwelche Rechte verstoßen, bin ich für jede Information dankbar!

„Kommt er wieder zurück?“

LenTaEs handelt sich hier um eine weit verbreitete Frage, vielleicht sogar um die häufigste und Kartenleger können ein Lied davon singen: Ratsuchende, die vom Partner verlassen oder durch andere Umstände von ihm getrennt wurden, möchten von den Karten gerne wissen, ob Sie er wieder zurückkommt und alles wieder gut wird.

Nun sind  Fragen wie „Kommt er wieder zurück?“ oder„Krieg ich ihn (wieder)?“  dennoch heikel. Nicht nur, dass es sich hier um eine Ja/Nein-Frage handelt, die sich anhand der Karten nicht immer beantworten lässt (schließlich ist das Leben nicht nur schwarz oder weiß, sondern enthält dazwischen zahlreiche graue Schattierungen sowie Farben). Hinzu kommt häufig die Gefahr, dass die Karten einseitig – nämlich ausschließlich als „Pro“ oder „Contra“ – interpretiert werden. Dabei wissen wir  gleichzeitig, dass der Ausgang  einer Situation durchaus positiv sein kann, auch wenn er nicht unserem Wunschergebnis entspricht.  Das könnte beispielsweise dann der Fall sein, wenn der geliebte Partner nicht zurückkommt, doch der Fragesteller trotzdem anderweitig glücklich wird – beispielsweise indem er es schafft, sich mit der Situation auszusöhnen.  Die Schwierigkeit liegt darin, dass dies die Betroffenen häufig nicht wahrhaben wollen, sondern sich lieber an ihr Wunschergebnis klammern.

Nachstehende Legung soll so eine Situation veranschaulichen. Die Fragende war von Ihrem neuen Partner, mit dem Sie gerade wenige Wochen zusammen war, verlassen worden – jedoch nicht freiwillig, sondern als Folge höherer Gewalt: Ihr Freund war aus  beruflichen Gründen gezwungen, im Ausland zu arbeiten. Die Rückkehr nach Deutschland war noch offen, gleichzeitig war die räumliche Distanz war viel zu groß, um sich regelmäßig zu sehen. So mussten sich beide Partner vorerst damit begnügen, via Mail und Telefon in Kontakt zu bleiben – keine gute Ausgangsbasis für ein frisch verliebtes Paar, das sich erst noch „zusammenraufen“ musste. So  wollte die Fragestellerin wissen, ob ihr Freund in absehbarer  Zeit wieder nach Deutschland zurückkehren würde.

Da sie sich die Ratsuchende selbst die Karten gelegt hatte und das Fragebild zu mir brachte, konnte die Fragestellung  nicht entsprechend angepasst werden. In diesem Falle versuche ich die Karten immer als Trendentwicklung zu interpretieren, denn schließlich beinhalten auch die Ja/Nein-Fragen stets auch die Frage nach der Entwicklung der aktuellen Angelegenheit. Die Ratsuchende hatte das Legesystem „Das Geheimnis der Hohenpriesterin“ gewählt und kam mit folgender Aufzeichnung zu mir:

 

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1 + 2 – Um das geht es:
Diese beiden Karten beschreiben die Ausgangssituation. Zwei Impulse, die sich ergänzen oder behindern können.

3 – Vollmond:
Diese Karte gibt Auskunft über den momentanen Haupteinfluss.

4 – Zunehmender Mond:
Die Einfluss, der an Bedeutung gewinnt.

5 – Abnehmender Mond:
Was an Einfluss verliert.

6 – Was im Dunkeln liegt:
Das noch Unbekannte, das vom Fragesteller vielleicht schon geahnt wird.

7: Was im Lichte ist:
Was erkannt und auch (gern) gesehen wird.

8: Was als Nächstes kommt:
Die nächste wichtige Erfahrung, der nächste Schritt.

9 – Das Geheimnis der Hohenpriesterin:
Gibt Auskunft über die (verdeckten) Hintergründe des Themas, wird nur gedeutet, wenn auf diesem Platz eine Karte aus den Großen Arkana erscheint.

Die Antwort bzw. die Lösung:

Tatsächlich kann man davon ausgehen, dass die Angelegenheit gut ausgeht, was aber nicht heißen muss – und hier liegt der Knackpunkt: -, dass die Frage auch wirklich mit einem „Ja“ beantwortet werden kann!
Aber der Reihe nach: Auf den ersten beiden Plätzen liegen die „3 der Kelche“ sowie „0 Der Narr“. Folgender Eindruck entstand hier für mich: Zwar sind seitens der Fragestellerin positive Gefühle sowie das Bedürfnis, das Leben mit dem anderen zu teilen, vorhanden, wie die 3 der Kelche auf den erstem Platz ausdrücken. Doch gleichzeitig dürfte sie die Angelegenheit gar nicht (mehr) so schwer nehmen – die Karte „Narr“ als zusätzlicher Impuls verrät jedenfalls, dass sie im Moment eigentlich offen für „alles“ ist und die Situation verhältnismäßig locker sieht.

Die Karte auf Platz 3 – XII „Der Gehängte“ – spricht hingegen Bände. Er beschreibt, dass die Fragestellerin im Moment keine Lösung sieht. Sie hängt sozusagen in der Luft, muss sich in Geduld und Verzicht üben.
Bevor wir zu Platz 4 kommen, deuten wir erst den 5. Platz, auf dem sich der „Ritter der Münzen“ befindet. Er kennzeichnet eine stabile, verlässliche Situation in der Vergangenheit steht, die jedoch bereits an Einfluss verloren hat.

Was ihr als nächster Haupt-Impuls bevorsteht, verrät die Karte auf Platz 4: Hier liegt die „6 der Kelche“. Tatsächlich ist die Karte in diesem Falle ambivalent und auch nicht eindeutig zu interpretieren, sie kann nämlich vor diesem Fragehintergrund für zwei verschiedene Arten von Entwicklungen stehen:

  1. Entweder es handelt sich hier um verblassende Bilder, also Erinnerungen, so dass man davon ausgehen kann, dass das Thema „durch“ sein – also zur Vergangenheit gehören – wird.
  2. Gleichzeitig kann diese Karte aber auch wiederum für Impulse aus der Vergangenheit stehen, was bedeutet, dass ein altes Thema wieder neu aufgerollt und interessant wird. In diesem Falle wird diese Karte als „Wiederbelebung“ interpretiert.

Welche Energie damit nun gemeint ist, lässt möglicherweise anhand der nächsten zukunftsweisenden Karten feststellen, die sich auf dem 6. und 8. Platz befinden. Auf Platz 6 liegt der „Ritter der Stäbe“ und kündigt – im Gegensatz zum „Narren“ (0) auf Platz 2 sowie dem „Gehängten“ (XII) auf Platz 3 – eine ungeduldige, vielleicht sogar hitzige Stimmung an. Salopp ausgedrückt heißt das: Langweilig wird’s ihr bestimmt nicht, wobei wir noch nicht wissen, ob diese Atmosphäre auch angenehm und gewünscht ist. Auf alle Fälle darf sie mit Wagemut und Spannung rechnen, der „Gehängte“ wird also auch durchgeschüttelt werden und vielleicht sogar aus seiner lethargischen Situation befreit. Das Gericht auf Platz 7 hingegen beschreibt, wie die Fragestellerin im Moment in der Situation einschätzt. Die Karte „XX Gericht“ auf diesem Platz sagt: es ist gut möglich, dass sie sich Erlösung erhofft und verloren Geglaubtes wieder auf dem Weg zurückkehren könnte. Gleichzeitig kann diese Karte aber auch ankündigen, dass sich jemand aus freien Stücken freischwimmt und Belastungen abschüttelt – und dies kann sich auf vielerlei Art und Weise äußern.

Was verrät uns die Karte auf dem letzten Platz? Hier zeigt sich „I Der Magier“, der aussagt, dass die Ratsuchende initiativ sein wird und Störfelder beseitigen wird. Diese Karte beschreibt häufig die Faszination und Anziehungskraft zwischen Liebenden. Aus diesem Blickwinkel ist das Kartenbild also das, was landläufig „häufig als „positiv“ bezeichnet wird, denn es handelt sich hier um Karten, die der Betroffenen eine angenehme Entwicklung in Aussicht stellen.

Ob der Partner jedoch wirklich zurückkommt, ist für mich aufgrund der vielen ambivalenten Karten jedoch fraglich. Vielleicht findet die Ratsuchende auch anderweitig ihr Glück? Wir fassen zusammen: Der „Narr“ beschreibt eine gewisse Sorglosigkeit, während die „6 der Kelche“ nicht nur für die Rückkehr zum Ausgangspunkt, sondern auch für Erinnerungen stehen können. Auch das „Gericht“ muss nicht unbedingt sagen, dass alles Verlorene wieder aus der Versenkung auftaucht, sondern kann auch für eine Wiedergeburt des Fragenden stehen.

Und last but not least ist der „Magier“ zwar äußerst viel versprechend und stellt in Aussicht, dass eine Angelegenheit gelingen wird – er beinhaltet aber auch ein großes Quantum an Selbständigkeit und Selbstverwirklichung, was auch alleine und ohne Wunschpartner geschehen kann. Sehr häufig sagt er uns einfach „nur“, dass wir wieder neue Kraft schöpfen und die Situation meistern.

Die Karte auf Platz 9 wird nicht mehr gedeutet, weil es sich um eine Karte aus der Reihe der kleinen Arkana handelt. Ein Geheimnis wird also nicht preisgegeben. Die Quintessenz (Quersumme aller nummerierten Karten) der Karten auf den Plätzen 1 bis 8 ist die 6 – und sie entspricht der Karte „VI Die Liebenden“. Die Fragestellerin soll also eine Herzensentscheidung treffen – wie immer diese Entscheidung auch aussehen mag.

Diese Legung mit Interpretation erschien auf der Seite der „Astrologie- und Tarotschule München Hajo Banzhaf und Brigitte Theler GbR“   © Susanne Zitzl

Tarot und Beruf(ung) – Teil II

I-Magier-RW-1Wie kann mir Tarot helfen, mich auf ein Vorstellungsgespräch oder einen Termin im Assessment Center vorzubereiten? Was tun, wenn man bei Fragen zur eigenen Person in Verlegenheit gebracht wird und keine passenden Antworten parat hat? Tatsächlich kann hier Tarot weiterhelfen. Im ersten Teil von “Tarot und Beruf(ung) wurde eine Legemethode vorgestellt, die auf den vier Elementen basiert und die “Temperamente” eines Betroffenen offen legen soll. Heute geht es mit einer Legemethode weiter, die Stärken und Schwächen aufzeigt und somit helfen kann, sich selbst besser zu kennenzulernen und in der entsprechenden Situation selbstsicher und kompetent zu agieren und argumentieren.

Die Legemethode  „Berufsportrait“

 Neben der fachlichen Kompetenz legen die Firmen mittlerweile immer größeren Wert auf die so genannten „Soft Skills“;  gemeint ist damit nicht nur die soziale Kompetenz und die Fähigkeit, sich in ein Team zu integrieren, sondern auch die Kunst, andere Menschen positiv zu beeinflussen und schwierige Situationen zu meistern. Das Legesystem „Berufsportrait“ eignet sich sehr gut, wenn der Fragesteller seine persönliche Entwicklung, die er im Beruf gemacht hat, und die daraus resultierende Reife hinterfragen möchte.  Diese Legung kann oftmals Erstaunliches hervorbringen  – vielleicht hilft sie dem Fragesteller sogar, sich auf das nächste Vorstellungsgespräch vorzubereiten.  Provokante Fragen wie „Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?“, die den Bewerber ratlos und ertappt erscheinen lassen, sind schließlich keine Seltenheit. Fragen dieser Art kann man souverän und selbstsicher begegnen, wenn man neben seinen fachlichen Qualifikationen auch seine persönlichen Stärken und Besonderheiten kennt und diese auf sachliche, nicht übertriebene Art und Weise darlegen kann. Es werden insgesamt 7 Karten gezogen und wie folgt ausgelegt:

LS-Berufsportraet

Und das bedeuten die Karten auf den einzelnen Positionen:

1 = Das bin ich
Der Fragesteller in Bezug auf die gegenwärtige Situation – sozusagen sein „Passfoto“ mit dem ersten Eindruck sowie den im Moment am stärksten dominierenden Eigenschaften.

2 = Was ich ursprünglich an Stärken mitgebracht habe
Die Karte auf den zweiten Platz gibt Auskunft darüber, was der Fragesteller einst als Potenzial mitbrachte und welche persönlichen Eigenschaften ihn in seinem beruflichen Werdegang unterstützten, um das zu werden, was er heute ist.  Doch Vorsicht, denn  augenscheinlich „schlechte“ Karten sind in diesem Falle auch ein Potenzial! So können beispielsweise Schwertkarten eine gesunde Konfliktbereitschaft beschreiben, während Karten wie “XII Der Gehängte“ oder  „Fünf der Münzen“ ein Hinweis sind, dass der Fragesteller sehr gut mit Durststrecken umgehen kann.

3 = Was ich an Schwächen ablegen konnte
Diese Karte zeigt auf, was der Fragesteller einst an Schwachstellen aufgrund Unerfahrenheit mitbrachte, die er aber im Laufe der Zeit ablegen konnte. Hier gilt eine ähnliche Regel wie für die Karte auf Platz zwei, nur umgekehrt: Auch positive Karten können auf Defizite hinweisen; so ist  beispielsweise  „XIV Die Mäßigkeit“ ein Merkmal für Harmoniesucht oder gar Bequemlichkeit, während  „V Der Hierophant“ unter anderem auf Besserwisserei hinweisen kann.

4 = Meine momentanen Stärken
Diese Karte gibt Einblick in die Potenziale, die der Fragesteller zum gegenwärtigen Zeitpunkt mitbringt. In gewisser Hinsicht beschreibt diese Karte auch, wie der Ratsuchende in der Vergangenheit an beruflichen Herausforderungen wachsen konnte und welche Stärken er dabei  entwickelt hat. Bei offensichtlich negativen Karten gilt die gleiche Regel wie für die Karte auf dem zweiten Platz: sie sind ebenfalls als Potenzial zu betrachten und zu deuten.

5 = Meine noch vorhandenen Schwächen
Diese Karte lässt erkennen, wie es um die momentanen persönlichen Schwachstellen des Fragenden steht. Hier wird die gleiche Vorgehensweise angewandt wie für die Karte auf dem dritten Platz: auch eine positive Karte kann auf Eigenschaften hinweisen, die dem Fragesteller in seiner momentanen beruflichen Situation nicht sehr dienlich sind und möglichst abgelegt werden sollten.

6 = Was ich noch entwickeln darf/soll
Das Leben ist ein Prozess, in dem man ständig dazulernt, deshalb kann man auch davon ausgehen, dass es auch in der Zukunft einiges zu verbessern gibt. Analog zu den Karten auf Platz zwei und vier wird hier aufgezeigt, was in der Zukunft noch an positiven Eigenschaften entwickelt werden sollte.

7 = Was ich ablegen kann/soll
Die Schlusskarte zeigt auf, welche Herausforderungen noch anstehen und welche Eigenschaften sich der Fragesteller in der Zukunft abgewöhnen  sollte. Im Falle von positiven Karten gilt hier die gleiche Vorgehensweise wie für die Karten auf den Plätzen drei und fünf.

Tarot und Spiritualität – Teil I

spirit4Was ist eigentlich „Spiritualität“? Das Wort kommt aus dem Lateinischen („spiritus“) und bedeutet so viel wie  „Geistlichkeit“;  deshalb wird Spiritualität im weitesten Sinne mit Religion in Verbindung gebracht.

Mittlerweile es immer mehr Menschen, die ihre Beschäftigung mit dem Tarot oder der Astrologie als Spiritualität betrachten. Für mich sind jedoch Instrumente wie Tarot und Astrologie jedoch sehr hilfreiche Mittel zur Selbsterkenntnis. Allein der Glaube daran, dass die Karten irgendwie „funktionieren“  und ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen Himmelskörper und Geschehnissen auf der Erde besteht, ist dabei nicht zwingend als Spiritualität oder Religion zu betrachten.  Was das Kartenlegen und Deuten von Horoskopen mit der Religion gemeinsam haben und was möglicherweise auch der Grund ist, warum sie ständig mit Spiritualität und Glaube in Verbindung gebracht werden, ist das Fehlen der wissenschaftlichen Beweisbarkeit. Und hier liegt möglicherweise der Grund für die steigende Sehnsucht der Menschen nach Spiritualität: In einer Zeit, in der alles wissenschaftlich analysiert und theoretisch erklärt wird, in der es keinen Platz mehr für den Glauben an ein übergeordnete Macht gibt und es auch keinen Grund mehr gibt, an Wunder zu glauben, sehnen sich die Menschen immer mehr danach, sich ihrer wahren Herkunft zu besinnen, die außerhalb der materiellen Welt zu liegen scheint.Unsere Medien können noch so oft auf den vermeintlichen Unfug oder gar Gefährlichkeit verschiedener Anschauungen oder Sekten hinweisen – das wird erst Recht einige Menschen animieren, sich dem Unerklärlichen zuzuwenden.

Was ist eigentlich Religion? Religion beinhaltet Weltanschauung sowie Wertevorstellungen. Schon allein vor diesem Hintergrund ist das Kartenlegen nicht unbedingt als Religion oder Religionsersatz zu sehen. Karten und alte Weisheitssysteme wie der Tarot sind allerdings sehr hilfreich, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, die den Zugang zu unseren seelischen Bedürfnissen finden.  Die hier vorgestellten Legesysteme sollen Ihnen hierzu als Anregung oder Inspiration dienen.

Die Legemethode „Stern“

Diese Legemethode gibt einen Überblick über die gesamte spirituelle Orientierung und Lebensauffassung des Fragenden. Es handelt sich also  nicht nur um ein äußerst interessantes Selbsterfahrungspiel, sondern auch um eine Form der Befragung, die Auskunft darüber gibt, wie der Ratsuchende sein Dasein im Moment empfindet; daraus lässt sich ableiten, welche Hindernisse ihm im Weg stehen und welche Chancen er hat. Deshalb eignet sich der „Stern“ sehr gut, sämtliche Probleme – ob nun der Beziehung, im Beruf oder in einem anderen Lebensbereich – vor einem spirituellen Hintergrund zu beleuchten.

Es werden insgesamt sieben Karten gezogen; die erste Karte, die die gegenwärtige materielle Welt des Fragenden beschreibt, liegt in der Mitte, denn sie bildet das Zentrum unseres jetzigen Daseins, während die restlichen sechs Karten im Uhrzeigersinn um die erste Karte ausgelegt werden:

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Und dies bedeuten die Karten auf den einzelnen Positionen:

1.       Die materielle Welt
Diese Karte zeigt auf, wie der Fragesteller zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit dem Alltag sowie all seinen Verpflichtungen umgeht.

2.       Die Wünsche
Hier werden die momentanen Wünsche des Fragenden angezeigt. Aus dieser Karte lässt sich bereits ableiten, wie dem Fragesteller der Ausgleich zwischen Wunsch (Platz 2) und Wirklichkeit (Platz 1) gelingt.

3.       Die Lehrer
Die Karte auf dieser Position beschreibt, wie die Mitmenschen aus der nächsten Umgebung den Fragenden unterstützen und was sie ihm lehren.

4.       Die Blockaden
Hier werden innere Blockaden des Fragestellers aufgezeigt, die sich hemmend auf die Wunschverwirklichung (Platz 2), aber auch auf seine spirituelle Entwicklung auswirken.

5.       Was geändert werden sollte
Diese Karte kann man auch als Ergänzung  zu der Karte auf Platz 4 zu betrachten, denn sie beschreibt, wie der Fragende mit Blockaden und Hemmnissen am besten umgeht und wie er sie ablegt.

 6.       Was behaltet werden darf
Diese Karte kann Wünsche, Verhaltensweisen oder Eigenschaften des Ratsuchenden beschreiben, die er beibehalten soll und darf, denn sie helfen ihm, das Leben im Moment zu bewerkstelligen.

7.       Das Vertrauen
Die Karte auf diesem Platz zeigt auf, wie es um das Urvertrauen steht. Positive Karten auf diesem Platz bestärken den Ratsuchenden, so weiter zu machen, während augenscheinlich negative Karten ihn darauf aufmerksam machen, mehr Vertrauen in das Leben zu entwickeln.

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