Was passiert am 23. September 2017?

Am 23. September ist es (mal wieder) soweit: Ein weiterer Tag, der nicht selten mit dem jüngsten Tag bzw. gar dem Weltuntergang in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich sprechen die Juden davon, dass an diesem Tag ihr Messias zurückkehren wird. Und auch die Bibel greift die „Sternenkonstellation“ dieses Tages auf:

„Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt.“   (Offenbarung 12, 1-2)

Doch was hat es mit diesem Datum genau auf sich?

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„Supermond“ am 14. November

supermondDann hoffen wir mal, dass das Wetter mitspielt, denn ein ähnliches Spektakel hatten wir zuletzt 1948…  [Continue Reading…]

November

novembervoegelEs ist November, die Skorpionphase, in der die Nächte merklich länger werden. Symbolisch gesehen verlässt die Sonne die obere Welt und zieht sich für die kommenden fünf Monate zurück – jene Zeit, die hierzulande als unwirtlich gilt und uns deshalb zur Industrienation werden ließ. Die Bäume bleiben kahl, die Pflanzen tot und alles wirkt ziemlich trostlos. Früher ging es während dieser Zeit um das blanke Überleben.[Continue Reading…]

Der Höhenflug des Heiko M.

MaasWieder Mal Zeit für eine Zwischennotiz: Angesichts der aktuellen Berichtserstattung habe ich beschlossen, einen kurzen Blick auf das Horoskop von Heiko Maas zu werfen. Mehr als den Geburtstag und -ort konnte ich nicht in Erfahrung bringen, was nicht weiter tragisch ist. Ich habe auch nicht länger gesucht, um eine etwaige Uhrzeit zu finden aus folgenden Gründen: Erstens gibt es (zumindest für mich) interessantere  Personen, deren Arbeit es wirklich wert ist, astrologisch zu untersucht zu werden, um vielleicht auch eine eventuelle Bestimmung oder höhere Aufgabe daraus abzuleiten. Zweitens ist das Horoskop, für das ich den zeitlichen Mittelwert genommen habe, aussagekräftig genug:

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Zum Tode von Guido Westerwelle

westerwelle864-dpaBetroffen gemacht hat mich die Nachricht sehr – dennoch hat sie mich keinesfalls überrascht. Zu hartnäckig war das Schweigen um ihn, seit er Anfang Dezember einen Fernsehauftritt kurzfristig und offiziell wegen Medikamentenumstellung absagen musste. Hier ein kleines astrologisches und politisches Profil. [Continue Reading…]

Horoskop zum Zeitpunkt der Schließung der Wahllokale

2016-03-13Noch anderthalb Stunden bis zur Schließung der Wahllokale in den Bundesländern Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz. Auch wenn ich in den letzten Wochen ein bisschen schreibfaul war, hier noch in den letzten Minuten meine Meinung:

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„Wir schaffen das“. Zum Horoskop von Angela Merkel

ONLINE-2-Mit der Durchhalteparole „Wir schaffen das“ versucht die Bundeskanzlerin offensichtlich, die Bevölkerung zur beruhigen und zu beschwichtigen – schließlich könnten die Wähler ja zur „populistischen“ AfD abwandern. Doch abgesehen davon, dass ich mir die Frage stelle, warum von „wir“ die Rede ist (denn das Volk wurde ja nie gefragt, ob es mit der jetzigen Asylpolitik einverstanden ist), habe ich so meine Zweifel, wenn ich mir das Horoskop von Angela Merkel ansehe. Ich will nicht behaupten, dass ihr Geburtsradix das Endresultat ihrer heutigen Politik offenbart – dennoch zeigt es an, was der gesunde Menschenverstand bereits erahnen lässt: Wir schaffen das mit großer Wahrscheinlichkeit nicht und Angela Merkel stößt jetzt schon an ihre Grenzen.

(Bild: ein SED-Wahlplakat von 1981, Quelle: Welt online). 

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In Memoriam: Benjamin (26.12.2000, 21.55 Uhr – 21.03.2015, 17.55 Uhr)

benni3.201006Heute morgen, kurz bevor ich aufwachte, träumte ich, dass ein junger Mann an meinem Bett stand, der unseren Kater Benjamin in seinen Armen hielt und streichelte. Der junge Unbekannte hatte dunkle, kurzgeschnittene Haare und ein freundliches Gesicht und schien sich darüber zu freuen, eine Katze zu haben. Dann drehte er sich um und ging er einfach mit ihm weg.

Benjamin ist heute am Abend unerwartet, aber friedlich eingeschlafen. [Continue Reading…]

Die Asteroiden

Asteroiden1Von den Asteroiden ist häufig nur dann die Rede, wenn sie bedrohliche in die Erdnähe geraten und Astronomen vor ihnen warnen. Doch auch Astrologen arbeiten mit Ihnen, weil sie ihre Informationen schätzen. Doch was sind die Asteroiden genau?

(Hier ein kurzer Artikel über die Asteroiden. Möchten Sie detailliert darüber lesen – beispielsweise mit Radixinterpretationen und Beispielen anhand der Horoskope von Angela Merkel und Madonna – , dann finden Sie mehr in meinem Artikel in der „Astrologie Heute“  Nr. 158, August/September 2012 sowie Nr. 159 Oktober/November 2012.)

Tatsächlich werden die Asteroiden bei der Horoskopdeutung von nur wenigen Astrologen berücksichtigt, was zwei wichtige Gründe hat:

  1. Innerhalb  der in der von Flut von neu entdeckten Horoskopfaktoren sind sie natürlich nur einige Komponenten von vielen und deshalb überzeugt hier das Argument, dass man den Blick für das Wesentlich vergisst, wenn man sich zu sehr im Detail verliert.
  2. Es gibt Milliarden von „Gesteinsbrocken“ in unserem Sonnensystem, die Planeten begleiten oder an der Erde vorbeifliegen. Verglichen mit der Unendlichkeit des Universums sind sie meist nicht mehr als Kieselsteine oder gar Sandkörner. Demzufolge müsste man jedes Steinchen mit berücksichtigen, was keinen Sinn macht. Im Hinblick auf die ca. 10.000 in astrologischen Datenbanken registrierten Asteroiden (Astronomen verzeichnen etwa 600.000)  ist das auch nicht realisierbar.

Doch trotz dieser logischen Argumente haben mich jedoch die 4 Hauptasteroiden Ceres, Pallas Athene, Juno und Vesta sehr überzeugt.  Gewiss ersetzen sie nicht die klassischen Horoskopfaktoren oder schließen eine Lücke, aber sie liefern zusätzliche und wertvolle Zusatzinformationen, die die Horoskopinterpretation vervollständigen und abrunden. Nicht zuletzt sollen auch die Transite über die Asteroiden nicht unterschätzt werden. Astrologisch gesehen bilden Ceres, Pallas Athene, Juno und Vesta eine Art von Brücke – und zwar sowohl zeitlich als auch räumlich. Zeitlich, weil ihre Entdeckung zwischen die Entdeckung von Uranus (1781) und Neptun (1846) fällt, und räumlich, weil sie eine Verbindung zwischen persönlichen Planeten sowie Kollektivplaneten bilden. So scheint es, dass die Asteroiden sozusagen eine Lücke zwischen Mars und Jupiter schließen.

Asteroiden2An dieser möchte ich auch auf die häufig gestellte Frage eingehen, wie sich die Asteroiden gebildet haben bzw. woher sie kommen. Tatsächlich ist dies aus heutiger Sicht nicht geklärt. Astronomen vermuten, dass es sich um uralte Reste unseres Sonnensytems handeln, die sich aus nicht bekannten Gründen – vermutet wird beispielsweise die Gravitation Jupiters  – nie zu Planeten zusammenfügten. Eher mystisch, aber interessant hingegen ist die Überlieferung, dass es sich um Trümmer des einstigen Planeten „Mallona“ handeln soll. Bei „Mallona“ soll ein erdähnlicher Planet mit hochentwickelter Zivilisation gewesen sein, aus dem die Erdbevölkerung hervorgegangen ist, der aber letztendlich aus unerklärter Ursache restlos zerstört wurde. Tatsächlich wurde der erst entdeckte Asteroid Ceres nur aufgepürt, weil Astronomen aufgrund ihrer Berechnungen feststellten, dass sich zwischen Jupiter und Mars noch ein Planet befinden müsse. So stießen sie auf Ceres und fahndeten vermutlich deshalb nach den anderen Asteroiden weiter. Von Astronomen wird die Theorie eines erdähnlichen Planeten entschieden zurückgewiesen. Die Masse aller Kleinkörper, die in unserem Asteroidengürtel kreisen, so ihr Argument, würde nicht mal für einen weiteren Erdtrabanten ausreichen. Fakt istaber auch, dass auf uralten astronomischen Aufzeichnungen tatsächlich auch ein weiterer Planet zwischen Jupiter und Mars zu sehen ist – von Zivilisationen, denen lange vor unserer Zeit bereits die äußeren Planeten Uranus, Neptun und Pluto bekannt waren. Wie dem auch sei – zahlreiche spannende Geschichten ranken sich jedenfalls um „Mallona“, der einst unser Mutterplanet gewesen sein soll.  Ich möchte mich voerst auf die astrologischen (und ein wenig auch auf die astronomischen) Fakten konzentrieren:

Grundsätzlich kann man festhalten, dass die Asteroiden weiblich sind, ihr männliches Pendant sind die Kentauren. Seit fast nun 15 Jahren beschäftige ich mich mal mehr, mal weniger mit dem Asteroiden und habe diesbezüglich schon viele Horoskope untersucht von Menschen, die mir bereitwillig Auskunft über ihr Leben gaben. Ich kann wirklich nicht alles bestätigen, was manche astrologische „Kochbücher“zu den Asteroiden schreiben, denn ich habe oft den Eindruck, dass es sich hier um Interpretationen handelt, die uns der Mainstream vorgibt und die sich zu allgemein anhören: Weibliche Stärke und Schöpferkraft entwickeln, weibliche Schuldgefühle abbauen, Gleichberechtigung und Kooperation in Partnerschaften aufbauen usw…   Vielmehr ist interessant, dass diese 4 Asteroiden den vier weiblichen Archetypen entsprechen, die wir als Königinnen im Tarot oder in den normalen Spielkarten kennen:

 Symbol  Asteroid  Element  Archetyp   Tarotkarte/Spielkarte
 50px-Ceres_symbol.svg Ceres Erde Die Mutter Königin Münzen/Karo
 pallas Pallas Athene Luft Die Amazone Königin Schwerter / Pik
 juno Juno Wasser Die Geliebte Königin Kelche / Herz
 vesta Vesta Feuer Die Priesterin Königin Stäbe / Kreuz

 

Berücksichtigen sollte man unbedingt auch die Umlaufbahn, die bekanntlich eine wichtige Rolle spielt: Die meisten Asteroiden brauchen ca. 4 1/2 Jahre, um den Tierkreis zu durchlaufen, bis auf die Ausnahme von Vesta, die eine Umlaufbahn von ca. 3 1/2 Jahren hat. Sie sind somit keine „Schicksalsplaneten“, sondern liegen damit zeitlich zwischen Gesellschaftsplaneten und persönlichen Planeten, es geht hier also um gesellschaftliche Belange, die in unser persönliches Leben reichen: 4 Jahren dauert in der Regel eine Wahlperiode. Börsenexperten sprechen ebenfalls von einem 4jährigen Zyklus bei den Kursen. Die Hälfte dieses Zyklus – also 2 Jahre – entspricht der Wahlperiode bei öffentlichen Ämtern. Nach 2 Jahren, so jedenfalls Psychologen, ist bei Paaren die erste Verliebtheit vorbei  und es stellt sich nun heraus, ob sie es auch länger miteinander „können“. Nachstehend ein paar astronomische und astrologische Daten sowie deren Mythologie und Bedeutung in Stichpunkten:

Ceres:

  • Entdeckung: 1801 auf 23° Stier
  • Umlaufzeit 4 ½ Jahre
  • Symbol ist die Sichel
  • Entsprechung:  Ackerbau, Pflanzenwachstum, Natur, Ernährung,
  • moderne Entsprechung: „Selbstversorger“, die Kauffrau
  • Schwester von Jupiter, Göttin des Ackerbaus , des Pflanzenwachstums + der häuslichen Ordnung.
  • War im alten Griechenland von großer Bedeutung, hat für die Ernährung gesorgt.
  • Pluto raubt mit Erlaubnis Jupiters ihre Tochter Persephone und treibt sie zur Verzweiflung. Sie verweigert daraufhin ihren Dienst und die Erde trägt keine Früchte mehr. Die Menschen rufen daraufhin Jupiter an und er schließt einen Kompromiss: Zwei Drittel des Jahres bleibt die Tochter bei der Mutter, die übrige Zeit (4 Monate) geht sie zu Pluto und während dieser Zeit ist die Erde karg.
  • Im Horoskop: Sie gibt Auskunft über Ernährung bzw. Erfahrung mit Ernährung in der Kindheit. Während Mond für die emotionale Nahrung und Venus für den Genuss steht, steht bei Ceres das Gesunde im Vordergrund. Ceres steht auch für die Versorgung als solches – unabhängig vom Kontostand und Reichtum (Venus).

Pallas Athene:

  • Umlaufzeit 4 ½ Jahre
  • Symbol: Schild/Speer
  • Göttin der Weisheit und Gerechtigkeit
  • Entsprechung: die kreative Intelligenz, Klugheit, Geschick, politische Aktivitäten
  • moderne Entsprechung: die Heilkunst, die Intellektuelle
  • In der Mythologie ist sie die Tochter des Jupiters und eine „Kopfgeburt“ – aus göttlicher Vollkommenheit selbst gezeugt. Eine anndere Entsprechung ist folgende Geschichte: Jupiter erfährt, dass er mit Metis Vater wird und sein Kind ein Sohn wird, der ihn an Macht übertreffen wird. Den Gedanken erträgt er nicht und daraufhin verschlingt die Schwangere und lässt sich per Spaltung des Kopfes von dem Kind befreien. Es ist aber kein Sohn, sondern eine Tochter – dafür in voller Rüstung mit Speer und Schild geboren. Sie heißt Athene und wird gemeinsam von einem Meeresgott und dessen Tochter Pallas erzogen. Aus Versehen tötet Athene eines Tages ihre Freundin und übernimmt dafür ihren Namen. Damit verschmilzt das männliche Prinzip mit dem weiblichen. Sie gilt als sehr vielseitig, als Beschützerin der Staaten und ist Schlichtern. Sie gilt als clever und lehrt den Menschen Zucht und Bändigung der Rasse – daher ist sie auch nicht sehr fruchtbar. Sie bringt den Menschen den Bau und Gebrauch von Wagen und Schiffen bei und gibt ihnen auch Spinnrad und Webstuhl. Sie gilt als Lehrerin für Kunsthandwerk und steht für Kunst und Wissenschaft.
  • Zeichenherrschaft Feuer, dennoch für mich luftig.
  • Im Horoskop: Sie steht für Einstellung zur Politik. Auch beschreibt sie den Kampfgeist und für das Land; dabei ist die Energie anders als die des Mondes – sie ist rationaler, weniger sentimental und mehr kämpferisch. Nicht umsonst ist das Symbol Schild und Speer. Sie entspricht dem Archetyp des „Mannweibs“, eCDs geht hier also um Frauen in der Politik und Gesellschaft, die für Ideale kämpfen.

Juno:

  • 1804 auf 3° Widder
  • Umlaufzeit 4 ½ Jahre
  • Symbol: Zepter der Königswürde
  • Ehe als Institution
  • Rechte der Frauen und Machtlosen
  • Mächtigkeit, Unerbittlichkeit, Eifersucht, Lächerlichkeit
  • modern: Ehe, aber Eifersucht
  • Griechisch für „Hera“ (= Herrin), wird als Jupiters Schwester gleichzeitig seine Gattin.
  • Gilt als Mitregentin und war als Königin fast schon zu mächtig. Sie schützte die Ehe und in dieser Hinsicht in erster Linie die Frau. Ihre Stimme ist so laut wie von 50 Männern. Bei Ehestreitigkeiten wird sie bis zur Erde gehört. Darüber hinaus ist sie bekannt als extrem eifersüchtig, lässt ihren Gefühlen oft freien Lauf und gilt deshalb nicht selten als würdelos.
  • Im Horoskop: sie steht für die Ehe – und zwar nicht im Sinne von Liebe (Venus) und Geborgenheit (Mond), sondern als die Institution Ehe als solches. Neue Eheschließungen oder Scheidungen zeigen sich häufig auch durch die Auslösung von Juno. Aber auch Beziehungen, nicht von einer Eheschließlung betroffen sind, zeigen sich durch Juno – nämlich wenn es um das „Formale“ geht, z.B. die Finanzen oder Verträge.

Vesta:

  • 1807 auf 20° Jungfrau
  • Umlaufzeit ca. 3 ½ Jahre
  • Symbol: Die ewige Flamme, der Altar
  • Priesterin, Göttin des Herdes
  • religiöse Aktivitäten: Orden, Einweihung, Initation
  • wissenschaftliche Aktivitäten
  • Bedürfnis nach Sicherheit, Konservatismus
  • modern: religiöse Aktivitäten
  • modern: Spiritualität, über den Tellerrand hinaussehen
  • älteste Schwester Jupiters
  • Vestalinnen beherrschten Tempel. Sie waren jungfräuliche Priesterinnen, die eine gute Ausbildung genossen und aus hochgestellten Familien kamen.  Sie galten als Hüterinnen des Feuers und unter ihrem Namen wurde Schwüre abgegeben. So hoch angesehen sie waren, so streng waren auch die Strafen bei Nichteinhaltung der Regeln, so wurden sie z.B. bei Verfehlung lebendig eingemauert. Sie galten als ehrwürdige Frauengestalten bis ins 4. Jahrhundert, erst unter römischer Dekadenz verkamen die Vestalinnen zu Tempelhuren und Dirnen.
  • Symbol für das heilige Feuer und den Sieg über die Dunkelheit (Wintersonnenwende)
  • Im Horoskop: Das Symbol ist das heilige Herdfeuer und so betrachte ich auch diese interessanten Asteroid: Er steht für Rituale und Religiöses. Nicht selten finden auffällige Auslösungen von Vesta im Horoskop statt, wenn es um Einweihungen, Initiationen geht.

Asteroiden3

Westliche und chinesische Elemente im Vergleich

IGing17Die Theorie der Elemente ist fest in unserem Bewusstsein verankert, dienen diese Elemente doch als Urprinzipien allen Lebens, aus dem die Stoffe zusammengesetzt sind. Auch wenn die moderne Wissenschaft diese Elemente schon längst abgelegt hat und wir heute beispielsweise auch wissen, dass Feuer kein Element, sondern ein chemischer Wandlungsprozess ist, kennt aber die moderne Naturwissenschaft mit den vier Aggregatzuständen ähnliche Lebensbausteine.

Auch in unserer abendländischen Astrologie und im Tarot spielen die vier Elemente eine große Rolle, sie bilden sozusagen die Basis der einzelnen Grundbedeutungen. Hat man als Tarotkundiger die Elemente und die Zahlenmystik sowie die Kombinationen beider Betrachtungsweisen einmal richtig verstanden, dann erübrigen sich weitere Nachschlagewerke bezüglich der einzelnen Kartenbedeutungen. Sehen wir uns zunächst die Elemente näher an:

Sorgt für „Action“ – Feuer: Das Element Feuer entspricht im Tarot den Stabkarten. Es steht für den Tatendrang und die Energie in uns und symbolisiert Schöpferkraft, Initialisierung und Impulsivität. Treten mehrere Stabkarten in einem Kartenbild auf oder ist ein Horoskop „feurig“ geprägt, kann man davon ausgehen, dass das Thema entsprechend voller Energie und Enthusiasmus steckt. Das Feuer ist notwendig, um uns Ansporn zu geben, uns zu Taten zu bewegen und Ideen zu realisieren. Es sorgt auch für Lebensfreude. Ein Überschuss an Feuer hingegen kann uns zu impulsiven und unüberlegten Handeln verleiten.

Für das richtige „Feeling“ – Wasser: Das Element Wasser steht im Tarot für den Satz der Kelche, die je nach Kartendeck auch als „Becher“ oder „Schalen“ bezeichnet werden. Das Wasser spiegelt unsere Gefühle und Empfindungen wider, aber auch die Empfänglichkeit für die Emotionen anderer sowie die Phantasien und das Irrationale spielen bei diesem Element eine große Rolle. Ohne Wasser wären wir phantasielos, kalt und ohne Empathie. Ein Zuviel an Wasser birgt die Gefahr der Träumerei und unrealistischen Erwartungen und kann uns launisch und unreif erscheinen lassen.

Verantwortlich für Geistesblitze – Luft: Das Element Luft wird im Tarot durch die Schwerter dargestellt und repräsentiert die Welt der Gedanken und Ideen. Die Luft zeigt also alles Abstrakte an, sie gibt uns die Kraft des Unterscheidungsvermögens und der Logik. Ein Kartenbild, welches ausschließlich aus Schwertkarten besteht, lässt uns oftmals erschrecken, da die Schwerter die Welt des kühlen Intellekts, aber auch der Prüfungen und Sorgen anzeigen. Aber auch ohne Luft wären wir hilflos, denn wir brauchen die Kraft des Verstandes, um mit notwendiger Subjektivität und Differenzierungsvermögen an die Dinge heranzugehen. Die Luft hilft uns auch, Ideen zu entwickeln und die Wahrheit zu finden. Ein Zuviel an Luft steht für den bekannten „Luftikus“ und kann uns kühl und unbeständig, aber auch kopflastig und sorgenvoll erscheinen lassen.

Garantiert Bodenhaftung – Erde: Das Erdelement entspricht den Münzen im Tarot, die manchmal auch als „Pentakel“ oder „Scheiben“ bezeichnet werden. Die Münzen drücken die Bedeutung dieses Elements bereits aus: um den komplizierten Tausch von lebensnotwendigen Gütern zu vereinfachen, führte man den Geldhandel ein. Die Münzen stehen also nicht nur für alle finanziellen Belange und Geschäfte, sondern generell für die Welt des Greifbaren und Stofflichen. Deshalb stehen die Münzen auch für unsere Sinne. Das Erdelement verleiht uns Sinnlichkeit und Ausdauer und sorgt für die nötige „Bodenhaftung“. Es unterstützt uns darin, Dinge zu konkretisieren. Ein Zuviel an Erde birgt die Gefahr der Schwerfälligkeit, Einfachheit sowie Hab- und Vergnügungssucht.

Die chinesische Elementenlehre

Soweit die westlichen Elemente. Ein verwandtes Konzept ist die chinesische Fünf-Elemente-Lehre. Es handelt sich hier um ein verwandtes Modell, das über die Grundelemente Metall, Holz, Erde, Wasser und Feuer verfügt. Diese fünf  Elemente bilden den Grundstock für alle chinesischen Weisheiten, und gehen weit über den Begriff der „Esoterik“ hinaus; sie  erstrecken sich auf so uralte Disziplinen wie die traditionelle chinesische Medizin (TCM), die fernöstliche Raumlehre „Feng Shui“ oder das „I Ging“. Auch wenn sich die Elemente teilweise mit den Prinzipien der westlichen Elemente-Lehre zu decken scheinen, lassen sie sich nicht vollständig übertragen, da sie vereinzelt in der Bedeutung voneinander abweichen, wie die folgenden Erklärungen veranschaulichen:

IGing15-HolzHolz: Das Element Holz steht für den Beginn, ähnlich einem Baum, der neue Blätter hervorbringt. Holz repräsentiert das Schöpferische und Praktische und die Naturliebe. Die entsprechende Jahreszeit ist der Frühling, die Himmelsrichtung ist der Osten.

IGing14-FeuerFeuer: Wie in der westlichen Elemente-Lehre steht das Feuer für Tatendrang, Begeisterungsfähigkeit, Lebensfreude und Aktivität, ebenso für Egoismus und Aggressivität. In der chinesischen Lehre verkörpert es außerdem noch Inspiration und Intuition.  Die dazugehörige Jahreszeit ist der Sommer, die symbolische Himmelsrichtung der Süden.

IGing13-ErdeErde: Auch nach der chinesischen Philosophie repräsentiert die Erde Stabilität und Zuverlässigkeit. Das Element Erde symbolisiert die Jahreszeit Spätsommer. Eine dazugehörige Himmelsrichtung gibt es nicht, die Erde steht schlichtweg für die Himmelsmitte.

IGing12-MetallMetall: Dieses Element steht für Tatendrang und Fortschritt. Metall ist auch berechnend, entschlossen und auf Erwerb ausgerichtet. Man könnte das Metall mit einer Mischung aus Erde und Luft vergleichen. Die dazugehörige Jahreszeit ist der Herbst und die Himmelsrichtung der Westen.

IGing16-WasserWasser: Im Gegensatz zur westlichen Astrologie ist hier nicht die Welt der Emotionen angesprochen. Wasser ist klar, durchsichtig und voller Bewegung; außerdem ist es farblos und neutral – und hier liegt auch der Schwerpunkt in der Bedeutung: Achtsamkeit, Mitteilsamkeit und Ruhelosigkeit spricht man dem Wasser zu. Die Chinesen ordnen dem Wasser den Planeten Merkur zu, was einer Verwandtschaft mit dem Luftelement entspricht. Die Jahreszeit des Wassers ist der Winter, die passende Himmelsrichtung der Norden.

In der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre gibt noch eine sehr wichtige Theorie, auf der ALLE Funktionen in der Astrologie, im I-Ging, im Feng-Shui u.a. basieren: Es geht hier um den „Wandlungsprozess“ beziehungsweise „Fütterungsprozess“ der Elemente untereinander, die in unserer westlichen Astrologie in dieser Form nicht existiert. Gemeint ist hier eine wechselseitige Erzeugung bzw. gegenseitige Vernichtung, die die Grundphilosophie bildet und so aussieht:

  • Holz erzeugt Feuer
  • Feuer bringt Erde hervor
  • Erde hinterlässt Metall
  • Metall erzeugt Wasser
  • Wasser erzeugt wiederum Holz
  • Wasser löscht Feuer
  • Feuer zerstört Metall
  • Metall zerschlägt Holz
  • Holz zerstört Erde
  • Erde vernichtet Wasser

Grafisch sind dies dann so aus – es handelt sich hier um einen Prozess, der von jedem Schüler der chinesischen Astrologie erlernt werden muss:

IGing19

Hat man sich diese Prinzipien verdeutlicht, wird klar, dass der Ansatz in der chinesischen  Astrologie oder dem I-Ging ein ganz anderer ist als in unserer abendländischen Elemente-Lehre. Die Elemente werden hier nicht nur kombiniert, sondern die Ergänzung oder derKampf untereinander spielen eine wesentliche Rolle: Ein von Wasser dominierter

Mensch besiegt einen Feuer-Typus, indem er dessen Ehrgeiz „auslöscht“. Ein Feuer-Mensch erobert sehr schnell den Metall-Typus, indem er ihn buchstäblich zum schmelzen bringt, während der Metall-Typ den Holz-Menschen durch offenen Angriff erobert usw…
Die Leserin oder der Leser hat hier sicherlich bemerkt, dass sich die chinesische Betrachtungsweise nicht unbedingt mit unserer abendländischen Theorie mischen lässt, auch wenn sich die Wandlungsprozesse teilweise auch in „unserer“ Lehre abbilden lassen. Es handelt sich hier um zwei verschiedene Systeme, die sich bestenfalls ergänzen und gut nebeneinander stehen. Trotzdem schadet es nicht, die „fremden“ Elemente zu beschnuppern und sich in noch unbekannte Betrachtungsweisen einzulesen, geben sie doch auch Aufschluss über die Denkweise anderer Kulturen.

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