Zukunftsweisende Lektüren?

Manchmal gibt es Autoren, die Visionäre zu sein scheinen. Die Ideen , aus denen sie eine interessante Geschichte flechten, scheinen ihre eigenen zu sein. Doch Jahre später wird ihre Geschichte plötzlich zur Realität. Klingt merkwürdig oder sieht nach Zufall aus? Bildet euch selbst ein Urteil…

„Futility“ von Morgan Robertson

1898 erschien ein Roman der amerikanischen Morgan Robertson. Der Titel hieß „Futility“ und in der Handlung  ging um ein Schiff namens „Titan“, das als unsinkbar gilt, aber letztendlich doch untergeht. Der Roman mag auf dem ersten Blick wie eine schlechte Kopie der Geschehnisse um die  gesunkene „Titanic“ anmuten (darüber war er anfangs auch kein allzu großer Erfolg), doch das Original sank erst 14 Jahre später.  Dabei ist das Seltsame nicht nur die Namensähnlichkeit, sondern auch die Parallelen zwischen der fiktiven Geschichte und der Realität:

  • Beide Schiffe fuhren unter britischer Flagge,
  • sie fuhren die Route zwischen Southampton und New York,
  • sowohl „Titan“ als auch „Titanic“ galten als unsinkbar,
  • beide Schiffe waren zwischen 800 und 900 Fuß lang und hatten die Kapazität für 3000 Menschen,
  • im Roman und in der Realität hatten nur ein Drittel der Passagiere  Platz in den Rettungsbooten,
  • beide Schiffe rammten in einer kalten Aprilnacht 900 Meilen vor New York mit der Steuerbordseite einen Eisberg,
  • auch das Equiment auf dem Schiff stimmt überein: die Anzahl der Champagner-Flaschen, das Geschirr, oder das Bord-Restaurant,
  • beide Schiffs-Riesen sanken über den Bug und rissen die Mehrzahl der Passagiere mit in die Tiefe,
  • nur einen kleinen Unterschied gab es: die fiktive Titan sank 1898 binnen Minuten, während die echte Titanic ein paar Stunden brauchte….

Zu richtigem Ruhm schaffte es das Buch von Morgan Robertson erst später – besonders aufgrund der Ähnlichkeiten zur „Titanic“. Heute ist das Buch (in englischer Sprache) unter dem Titel „Futility – Or The Wreck of the Titan“ als Taschenbuch oder als kostenloser Download bei Amazon erhältlich.

 

„Das Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail

Bereits in den 70er Jahren erschien der Roman „Das Heerlager der Heiligen“ des französischen Autoren Jean Raspail. Auch dies galt anfangs als eher unauffällig, nicht zuletzt auch wegen der  Handlung, die damals auf nicht viel Interesse stieß: es gibt keinen Spannungsbogen in dieser Geschichte, keine speziellen Protagonisten, Charaktere oder Örtlichkeiten…. Die Geschehnisse finden in Frankreich statt – und doch und scheinen sie eine Blaupause der heutigen Situation in Europa zu sein:  eine Auswandererflotte aus gekaperten Schrottschiffen aus Kalkutta macht sich auf den Weg nach Frankreich – in das scheinbar gelobte Land, um dort ein besseres Leben zu finden. Hunderttausende von Menschen befinden sich an Bord, was spontan auf Hilfsbereitschaft und Sympathie seitens Politik, Medien und Kirche führt. Ein indischstämmiger Migrant, der zur der aktuellen Situation befragt wird, wagt es, eindringlich vor einer bevorstehenden „Invasion“ zu warnen; dieses Interview wird jedoch unterbrochen bzw. zensiert, indem das Mikrofon einfach abgeschaltet wird. Schließlich werden die Medien dominiert von selbst ernannten Volkspädagogen und angeblichen Moralisten, die der Auffassung sind, das „Weltgewissen“ schreibe die bedingungslose und unbegrenzte Aufnahme aller dieser Menschen vor.

Ein unabänderliches Schicksal erwartet Euch. Ihr könnt ihm nicht entfliehen, und niemand wird sich ihm entgegenstellen. Nicht einmal ihr selbst. Und daran zeigt sich das Ausmaß eurer Dekadenz...‘

Das Heerlager der Heiligen“ erfuhr erst in den letzten drei Jahren breite Aufmerksamkeit und wurde vom Anatois-Verlag wieder aufgelegt. Viele Menschen sehen darin erschreckende Ähnlichkeiten zur aktuellen Situation und eine Visionen für die Zukunft. Daraufhin wurde das Buch bei „Amazon“ aus dem Sortiment genommen und gilt aus politisch-korrekter Sicht als verpönt, auch wenn es 42 Jahre lang unbehelligt auf dem Buchmarkt existierte.

 

„Baron’s Trump Marvellous Underground Journey“ von Ingosoll Lockwood

Last but not least noch etwas zu Donald Trump. Während mir „Titan“ und „Das Heerlager der Heiligen“ schon länger bekannt sind, ist nachstehendes Buch sehr neu für mich, auch wenn es bereits im Jahre 1892 erschienen ist:  „Baron’s Trump Marvellous Underground Journey“ von Ingosoll Lockwood. Das Buch handelt von einem Präsidentensohn namens Trump, der befähigt ist, durch die Zeit zu reisen. Erzählt wird auch von einer „Villa Trump“ (der „Trump Tower“?). Da ich, wie gesagt, das Buch im Gegensatz zu den anderen beiden noch nicht gelesen habe, überlasse ich euch lieber folgendes Video, durch das ich auf das Buch überhaupt erst aufmerksam geworden bin:

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