Sind Sie eine Schwertkönigin?

schwerkoenigin-1Die Königin der Schwerter – jene Herrscherin über das Reich, dem das Luftelement  zugeordnet wird – polarisiert: Wird sie in sehr alten Tarotbüchern noch als „hochanständig“ bezeichnet, sagt man ihr heute Kühle und Reserviertheit nach. Eteilla und auch noch Frank Glahn brachten die Königin der Schwerter mit „Witwenschaft“ in Verbindung, also mit einer Frau, die für damalige Verhältnisse einsam, vielleicht sogar vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war. Diese eigenwillige Interpretation scheint für heutige Verhältnisse eher befremdlich, ebenso sehr einseitig und engstirnig. Doch sowohl die eine als auch die andere Betrachtungsweise hat ihre Berechtigung, es ist nur wichtig, sie neutral und kulturunabhängig zu betrachten. [Continue Reading…]

November

novembervoegelEs ist November, die Skorpionphase, in der die Nächte merklich länger werden. Symbolisch gesehen verlässt die Sonne die obere Welt und zieht sich für die kommenden fünf Monate zurück – jene Zeit, die hierzulande als unwirtlich gilt und uns deshalb zur Industrienation werden ließ. Die Bäume bleiben kahl, die Pflanzen tot und alles wirkt ziemlich trostlos. Früher ging es während dieser Zeit um das blanke Überleben.[Continue Reading…]

Lernen mit dem Tarot

8Muenzen„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ – ein Sprichwort aus dem Volksmund, das heute nur noch bedingt seine Richtigkeit hat. Kinder lernen einfacher und schneller, so viel ist sicher, doch wir als Erwachsene befinden uns mittlerweile im Zeitalter des lebenslangen Lernens. So sind wir beispielsweise im Alltag auf sämtliche Technologien angewiesen, die sich ständig ändern. Noch mehr Lernbereitschaft erfordert das moderne Wirtschaftsleben, was sich in den betreffenden Berufen in Industrie, Handel oder Medien bemerkbar macht. [Continue Reading…]

Tarot und Karriere, Teil I: Motivation und Burnout in den Karten

(Diesen Beitrag können Sie auch in russischer Sprache lesen).

Auch wenn hier von einer mittlerweile ernst zu nehmenden Krankheit die Rede ist, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Blogeintrag keinesfalls einen Arzt oder Psychologen ersetzt, sondern lediglich die persönlichen Erfahrungen der Autorin wiedergibt und Verbindungen zum Tarot aufzeigen möchte. 

12DerGehaengte-1Burnout wird oft als Modeerscheinung gehandelt, andere wiederum sehen in ihr ein Zeichen der Zeit. Und natürlich darf ein vermeintliches Burnout auch als Alibi herhalten, wenn es um Demotiviation geht.
Tatsache ist aber auch, dass in der heutigen westlichen Berufswelt ein großer Teil der Menschen überfordert sind und das Gefühl haben, nur noch auf Knopfdruck zu funktionieren. Dabei ist das Burnout-Syndrom schon lange nicht mehr nur ein Phänomen unter Managern und Führungskräften, ebenso wenig ist ausschließlich das Personal in den Pflegeberufen davon betroffen. Im Gegenteil, das Burnout betrifft heute die Personen sämtlicher Berufsgruppen und unterschiedlichen Bereichen, egal aus welchen Branchen und Bereichen. Statistisch gesehen „trifft“ es in erster Linie Menschen mittleren Alters, die mit beiden Beinen im Leben stehen: der aufstrebende Jungmanager, die langjährige Mitarbeiterin in einem Callcenter, der Informatik-Student oder die Sekretärin…

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Tarot und das Thema Liebe

NormaJean1Die Liebe ist das einzig Wichtige im Leben. Bitte komm und klopf an meine Türe. Bitte lass es zu, dass ich dich liebe!“ soll der junge André de Dienes vor vielen Jahren an seine großen Liebe Norma Jean Dougherty geschrieben haben. Es heißt, Norma Jean blieb hart und stellte sich auf stur – sie habe abgelehnt, weil ihr ihre Karriere als Mannequin und angehende Schauspielerin wichtiger war, was nicht so sehr in den damaligen Zeitgeist passte. [Continue Reading…]

Die Struktur des Tarots

Struktur-des-TarotsDie Struktur des Tarots ist leicht zu erfassen: Ein Kartendeck besteht in der Regel aus 78 Karten. Diese setzen sich zusammen aus 22 sogenannten „Großen Arkana“ sowie den 56 „Kleinen Arkana“. Die Kleinen Arkana lassen sich wiederum aufteilen in 40 Zahlenkakrten sowie 16 Hofkarten und gleichen somit in Stuktur und Aufbau den herkömmlichen Spielkarten. Schwieriger und teilweise auch für Kontroversen sorgend ist viel mehr die Tatsache, dass den Großen Arkana teilweise mehr Gewichtung beigemssen wird als den restlichen Karten.

Unklar blieb bislang aber auch die Frage, ob die Großen Arkana irgendwann einem Kartendeck hinzugefügt wurden und daraus der Tarot entstand – oder ob sie schon immer vorhanden waren, doch teilweise aus den Kartendecks entnommen wurden, woraus sich die heutigen Spielkarten gebildet haben. Diese Unklarheit resultiert aus dem Umstand, dass die Geschichte und Herkunft des Tarots leider noch im Dunkeln liegt. Dass man im Mittelalter den Spielkarten so genannte „Tugendkarten“ hinzufügte, um das kartenspielende Volk gleichzeitig an die guten Vorsätze zu erinnern, gab auch schon Anlaß zur Vermutung, dass es sich bei den Großen Arkana um absichtlos geschaffene Karten handeln könnte.
Doch meine persönliche Beschäftigung mit Archetypen und alten Weisheiten (wie beispielsweise dem Mayakalender) hat mich gelehrt, dass es sich bei den Großen Arkana um ein uraltes Weisheitsystem mit archetypischen Hintergründen handelt. Ob man nun den Großen Arkana nun mehr Gewicht beimißt als allen anderen Karten im Tarot (wie es so manche Kartenleger tun), ist Ansichtssache. Doch abgesehen von der Gewichtung unterscheiden sich die Karten in der Symbolik uns sprechen auf diese Art und Weise unser Unbewusstes an:

1. Die Großen Arkana – unsere Urerfahrungen
Ihre Bezeichnung leitet sich aus dem lateinischen „arcanum“ ab und bedeutet „Geheimnis“. Wie bereits erwähnt, handelt sich es sich bei den Großen Arkana um archetypische Bilder, was bedeutet, dass sie Urerfahrungen des Menschen widerspiegeln. So wird der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, dem der Fragende offen und neugierig gegenübersteht, häufig durch die Karte „0 Der Narr“ versinnbildlicht.Tiefe Einschnitte oder Abschiede werden durch Karten wie „XIII Der Tod“ oder „XVI Der Turm“ angezeigt. Erfolgreich gemeisterte Situationen, aber auch Selbstsicherheit werden beispielsweise durch die Karte „I Der Magier“ gekennzeichnet.

2. Die Kleinen Arkana- die inneren und äußeren Kräfte
Sie verkörpern in der Regel Kräfte, die entweder im Fragenden oder in seinem Umfeld wirken. So kündigt beispielsweise die Karte „6 der Stäbe“ einen kleinen Erfolg, positive Nachrichten oder Erfolg an, während die „10 der Schwerter“ auf einen wilkürlich und abrupten Abruch hinweisen können. Asse kennzeichnen Chancen, die im Außen vorhanden sind, doch vom Fragenden wahrgenommen werden müssen.

3. Die Hofkarten – das Rollenverhalten der Menschen
Die Hofkarten symbolisieren Personen im Umfeld des Fragenden oder den Fragenden selbst. Das Element bzw. die Farbe – Stäbe, Kelche, Schwerter oder Münzen – beschreibt die Eigenschaft dieser Menschen. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Hofkarten nie Personen charakterisieren oder gar Auskunft darüber geben, in welchem Tierkreiszeichen eine Person geboren wurde (wie manche „Wahrsager“ versuchen), sondern beschreiben, wie der Fragesteller oder ander Personen sich in Bezug auf das Fragethema verhalten – eben welche „Rolle“ sie dabei einnehmen.
Die Hofkarten werden leider häufig stiefmütterlich behandelt, weil ihre Rolle in den Kartenbildern häufig sehr schwierig zuzuordnen ist. Doch hat man ihre Funktionen einmal richtig verstanden, sind sie sehr klar und geben tiefe Einblicke in Situationen mit den involvierten Menschen.

Es spricht nichts dagegen, den Tarot nur mit einem Teil der oben genannten Karten zu befragen oder die Karten in diese Gruppen aufzuteilen: Die Großen Arkana für grundlegende Erfahrungen, die kleinen Arkana für Alltagsereignisse oder -erfahrungen und die Hofkarten, um mehr über das „Who is Who“ im Tarot in Erfahrung zu bringen. Viel Spaß damit!

Karten: „Der Gehängte“ und „2 der Schwerter“ aus dem „Prager Tarot“ („Tarot of Prague“) von Karen Mahoney und Alexandr Ukolov. Mit freundlicher Genehmigung durch Königsfurt-Urania.com/with kind permission by Königsfurt-Urania.com

Mein Name ist Pik Dame…

qs… und ich werde auch gerne als die „dunkle Dame“ innerhalb der Karten genannt, denn ich lasse mir nicht so gerne – im wahrsten Sinne des Wortes – in die Karten schauen.

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Tarot für den Tag

TarotfürdenTagBeim Blättern in der Sammlung meiner alten “Esotera”-Hefte *)bin ich überraschend auf einen alten Artikels meines früheren Freundes Hajo Banzhaf (1949 – 2009) gestoßen. “Tarot für den Tag” heißt dieser Artikel und ich bin froh, ihn gefunden zu haben. Nicht nur dass er von unschätzbarem Wert ist, was Hajos Andenken anbelangt; auch behandelt er ein Thema, das manchmal trivialisiert wird und deshalb häufig die Tarotgemeinde spaltet: Das Ziehen der so genannten “Tageskarte”.

Die Tageskarte als Mittel zur Selbsterfahrung ist besonders unter den Tarot-Einsteigern beliebt, denn mit nur geringen Vorkenntnissen lässt sich mit ihr Verborgenes beleuchten. Statt komplexe Legungen mit vielen Karten zu interpretieren und eine Zusammenfassung auszuarbeiten, braucht sich der Ratsuchende nur auf einen einzige Karte zu konzentrieren. Für Neulinge hat diese Methode noch einen weiteren nützlichen Nebeneffekt: Regelmäßiges Ziehen und Interpretieren lässt den Betroffenen nach und nach mit den Karten vertraut werden – und das sehr oft in einer Weise, wie es die besten Worte und Erklärungen nicht könnten…

Allerdings ist das Ziehen einer Tageskarte auch manchmal umstritten, denn es kommt nicht selten vor, dass sich der Fragesteller in der gezogenen Tageskarten kein bisschen findet oder mit ihr überhaupt nichts anfangen kann. Tarotlehrer weisen dann in der Regel darauf hin, dass es sich bei  jenem Thema, das durch die Tageskarte angezeigt wird,  um latente Kräfte handelt, die vorerst noch im Unbewussten verborgen sind und sich erst Wochen oder gar Monate später in Form von Ereignissen oder Entscheidungen bemerkbar machen. Dies erklärt übrigens auch, warum es nicht selten vorkommt, dass ein und die gleiche Karte über einen längeren Zeitraum als Tageskarte gezogen wird, ohne dass der Betroffene wirklich etwas mit ihr anfangen kann.

Wie so oft war es auch in diesem Artikel wieder Hajo, der für diese Phänomene die richtigen Worte fand. So weist er in diesem Artikel aus dem Jahre 1994 darauf hin, dass die Tageskarte oft fälschlicherweise mit einem wichtigen Tagesereignis in Verbindung gebracht wird. Doch was in Wirklichkeit an jenem Tag wirklich von Belang war, wissen wir oftmals erst viel später. In diesem Zusammenhang gibt er in seinem Artikel auch wichtige Ratschläge:

  1. Es ist zwar in unserer reizüberfluteten Zeit nicht sehr einfach, aber dennoch sehr hilfreich, jeden Abend den Tag Revue passieren zu lassen. Mit der Zeit wird man bewusster zu leben, denn schließlich ist es in erster Linie der Alltag, aus dem unser Leben besteht und aus dem sich Ereignisse zusammenfügen.
  2. Auch sollte man die Entwicklung vermeintlicher “Kleinigkeiten” beobachten, die die Karten augenscheinlich beschreiben, die man aber ohne entsprechenden Hinweis des Tarots nicht beachtet hätte.

Falls einem anfangs 78 Karten als zu viel erscheinen, kann man sich zunächst nur auf die 22 Großen Arkana beschränken (oder aber auch auf die 40 Kleinen Arkana oder 16 Hofkarten – siehe auch Artikel “Wer ist was im Tarot”. Und natürlich ist es auch “erlaubt”, die Einzelkarten für einen bestimmten Zeitabschnitt zu ziehen, beispielsweise für eine Woche oder einen Monat. Auch das Ziehen von Jahreskarten ist möglich, allerdings empfiehlt sich hier auch, die Jahreskarte anhand des Geburtsdatums zu berechnen).

Aber auch weitere “Spielereien” sind erlaubt: So ist es auch möglich, eine Karte aus den Großen Arkana und als Ergänzung eine aus den Kleinen Arkana zu ziehen. Viel Spaß damit!

*) = Es handelt sich hier um eine alte Ausgabe (9/94) der Zeitschrift “Esotera”, die mittlerweile leider nicht mehr existiert. Deshalb war es mir nicht möglich, mich nach dem Copyright und etwaige Abdruckrechte zu erkundigen. Sollten Leser Quellen haben oder sollte die Abbildung der ersten Seite des Artikels gegen irgendwelche Rechte verstoßen, bin ich für jede Information dankbar!

Katzen und Tarot

Gatti-XVIIIMond-1Zunächst erst mal etwas über die Katze, die mittlerweile als beliebtestes Haustier gilt und dem Hund den Rang abgelaufen haben soll: Verschiedene Felsbilder belegen, dass Katzen bereits vor über Zehntausend Jahren domestiziert wurden. Der Katzenkult der alten Ägypter gibt dabei wichtige Hinweise über die Zucht von Katzen; sie sollen die beispielsweise nubische Falbkatze in ihre Behausungen mit aufgenommen und ihre Fähigkeiten und Talente genutzt haben. Dass die Katze dabei einen hohen Stellenwert hatte, belegen Ausgrabungen von Katzenbildern sowie von mumifizierten Jungtieren.

Bereits im 15. Jahrhundert v. Chr. waren Katzen vollständig domestiziert und wurden als heilige Tiere verehrt. Etwa 1100 Jahre später haben sie sich nachweislich rund um das Mittelmeer verbreitet: beispielsweise auch in den griechischen Kolonien, wo sie als nützliche Mäuse- und Rattenjäger fungierten. Von dort aus gelangten sie zu den Römern, die ihnen Schutz in ihren Häusern gewährten. Die Römer waren es übrigens auch, die den Katzen ihren heutigen Namen gaben:  Zunächst nannten sie sie „gatta“, später „cattus“  – wovon sich das heutige deutsche Wort in allen europäischen Sprachen ableitete: „Katze“ im Deutschen, „cat“ im Englischen, „gatta“ im Italienischen bzw. „gato“ im Spanischen sowie „chat“ im Französischen… Im Laufe des folgenden Jahrtausends setzten sich die Katzen als Haustiere in ganz Europa und Asien durch. Sie wurden vergöttert oder verehrt – aber auch verachtet oder getötet. Die Kirche stand den Katzen feindlich gegenüber, sie sahen in ihre Geschöpfe des Teufels, die die Pest übertrugen und Unglück brachten, besonders wenn sie schwarz waren (was übrigens ein Grund ist, dass es heute kaum noch komplett schwarze Katzen gibt, denn schließlich konnte nur ein kleiner weißer Fleck das Leben des Tieres retten); dass das Wort „Katze“ im Mittelalter entstand und sich von „Ketzer“ ableitet, ist jedoch eine weniger überzeugende Theorie.

Gatti-IVHerrscher-1Im 19. Jahrhundert sollen es unsere Samtpfoten zum Glück leichter gehabt haben: Es entstand eine regelrechte „Katzenmanie“. In wohlhabenden Kreisen entdeckte man die exotischen Katzenarten, die durch gezielte Zucht verbreitet wurden. Die ersten Katzenausstellungen wurden veranstaltet: Beispielsweise 1871 in London und 1897 in München.

In Deutschland werden etwa 8,2 Mio. Katzen als Haustiere gehalten. Das entspricht etwa 16,5% der deutschen Haushalte. Dies bedeutet auch, dass die Samtpfoten mittlerweile die beliebtesten Haustiere sind. So ist es nicht verwunderlich, dass Katzen auch im Tarot zahlreich vertreten sind. 1985 erschien das „Tarot oft he Cat People“, Kartendecks mit Katzen wie das „22 Arcani I Gatti“, das „Medieval Cat Tarot“ („Mittelalterliches Katzentarot“) oder das „Tarot der weis(s)en Katzen“  folgten bald.  Eines der berühmtesten Kartendecks mit Katzen ist das „Tarot of the Cat People“, nachstehend ein paar Beispiele:

“Barockes Böhmisches Katzentarot” von Karen Mahony und Alex Ukolov, erschienen bei Koenigsfurt-Urania.com: Wunderschöne Karten mit der Kulisse von Prag…. Nicht nur ein „Must Have“ für Tarot-Fans – auch Katzenliebhaber dürften ihre wahre Freude haben!

BoehmischesKatzentarot-20Gericiht-11BoehmischesKatzentarot-AssSchwerter-11

“Tarot of the Cat People” von Karen Kuykendall, erschienen bei U.S. Games Inc: Diese Karten entstanden in der Hippie-Zeit und entsprechend sind die Karten illustriert. Teilweise sehr witzig und originell:

CatPeople-5Muenzen-11 (1) CatPeople-8Staebe-11

“Tarot der weis(s)en Katzen” von Severino Baraldi, erschienen bei Koenigsfurt-Urania.com: Angelehnt an die weit verbreiteten Tarotkarten von Arthur Waite und deshalb nicht so originell wie die o.g. Decks:

WeisseKatzen-8Kraft-12WeisseKatzen-AssKelche-11

 

Bei den Karten in schwarzweiß handelt es sich um den „I Gatti“ Tarot von Osvaldo Menegazzi, der in Italien in limitierter Auflage erschienen ist.

Wer ist eigentlich… ?

rw-stabkoenig…der König der Stäbe? Willensstark, zielbewusst, entschlussfreudig, dominant – das sind Attribute, mit denen der Stabträger  häufig in Verbindung gebracht wird. Er zählt als der feurige Liebhaber in Beziehungen und nimmt die Chefrolle im Beruf ein.

Tatsache ist aber auch: Sehr häufig erscheint der Stabkönig in Legungen von Frauen, die wissen möchten, wie ihre Beziehung zu einem bestimmten Mann weitergeht (das gilt selbstverständlich auch für gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Männern). Auffallend oft geht es dabei  um Beziehungen, die nicht selten unerfüllt bleiben: Entweder, weil die Bekanntschaft viel versprechend begann, doch der Herzensmann plötzlich kein Interesse mehr zeigt, oder weil sich  eine Liebesbeziehung zu einem bestimmten Menschen plötzlich gewandelt hat.

Der König der Stäbe beschreibt sehr häufig einen temperamentvollen, leidenschaftlichen und häufig auch  freiheitsliebenden Menschen, zumeist einen Mann. Doch es wäre fahrlässig, den Charakter eines Menschen anhand einer oder mehrerer Karten zu beschreiben zu wollen. Hier ist es äußerst wichtig zu unterscheiden: Nicht den Charakter eines Menschen, auch keine Verhaltensmuster oder Gewohnheiten zeigen die Tarotkarten an,  sondern welche Rolle ein Mensch in unserem Leben spielt oder einnimmt. das kann ein großer Unterschied sein! Denn mit der “Rolle”, die der Mensch in unserem Leben einnimmt, ist gemeint, wie wir ihn wahrnehmen und auch wie sich dieser uns gegenüber zeigt – aber das lässt noch lange keine Rückschlüsse auf den wahren Charakter zu.

“Wie steht er zu mir?”  ist in diesem Zusammenhang häufig eine Frage, die sich so oft höre und die sich tatsächlich mit dem Tarot beantworten lässt, ohne dass dabei die Stärken und Schwächen eines ahnungslosen Dritten offenbart werden oder gar ein Persönlichkeitsprofil erstellt wird, wie manche erhoffen. Der Tarot verrät uns wirklich nur, wie jemand zu uns steht – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dieser Fehler wird leider nicht selten begangen, doch hier gilt es, zu unterscheiden: Nicht den Charakter eines Menschen, auch keine Verhaltensmuster oder Gewohnheiten zeigen die Tarotkarten an,  sondern vielmehr, welche Rolle dieser Mensch in unserem Leben spielt.

altitalKoenigStaebeZurück zum König der Stäbe, der häufig durch das Kartenbild geistert, wenn man feststellt, dass der vermeintliche „HM“ (so wird der  „Herzensmann“ neuerdings praktischerweise in den Foren genannt) leider nur bedingt Interesse an der Fragestellerin zeigt, hauptsächlich seine eigenen Interessen zu verfolgen und dabei wenig Rücksicht auf unsere Gefühle zu nehmen scheint. In der Tat: der König der Stäbe ist ein selbstbewusster und unabhängiger Mann. Er braucht seine eigene Dosis an Freiheit – aber dies auf andere Art und Weise als sein Cousin, der König der Schwerter. Denn im Gegensatz zum Schwertkönig, der grundsätzlich ein Quantum an Distanz braucht, sehr rational und vernunftbezogen agiert und für deshalb ein Zuviel an Nähe erdrückend sein kann, kann der König der Stäbe durchaus ein Draufgänger oder heißblütiger Liebhaber sein. Und taucht er in einer Legung auf, dann ist er meist derjenige, der allein die Entscheidungen trifft  und die Person mit dem stärksten Einfluss auf das Fragethema ist, ja von dem mitunter sogar Situationen oder Entwicklungen abhängen. Im Beruf ist das häufig sehr einfach zu interpretieren, denn hier zeigt der König der Stäbe entweder den Chef – also den Vorgesetzten oder irgendeine andere wichtige Person –  an, oder er symbolisiert Freiberufler oder Selbständigen oder einen wichtigen Kunden.

In Fragen nach der Liebe ist es ähnlich: Auch hier ist der König der Stäbe häufig der Boss, unabhängig davon, ob es sich um eine Menschen handelt, zu dem wir eine eher platonische oder eine richtige Beziehung haben: Wir sind als Fragesteller(innen) abhängig von seinen Entscheidungen, mitunter steht oder fällt mit ihm das Fragethema. Das ist der König der Stäbe – zwar reitet er nicht so schnell flüchtig vorbei wie es sein jüngerer und unerwachsener Bruder, der Ritter der Stäbe, doch dafür nimmt er durchaus gerne die Rolle als Wort- oder Anführer ein. Er entscheidet, wo es lang geht. Und das heißt auch, dass es an ihm liegt, ob aus dieser Wunschbeziehung eine richtige Beziehung wird – was zumeist die restlichen Karten verraten.

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